Frischekonzept für wintermüde Haut

Frühlingserwachen
Es wird wieder Frühling! In die Freude über steigende Temperaturen und Sonnenschein mischt sich Erschrecken: Die eigene Haut sah auch schon einmal frischer aus! Wir zeigen Ihnen, wie Sie wintermüde Haut wieder aktivieren.
Hals und Dekolleté, Hände und Füße waren in der kalten Jahreszeit unter dicken Kleiderschichten verborgen. Jetzt wirkt die Haut hier eher müde und schlecht durchblutet. Trockene Heizungsluft, kaum Frischluft und wenig Bewegung haben ihren Tribut gefordert. Die wintermüde Haut soll jetzt wieder aktiviert und stimuliert werden.
Frische für die Gesichtshaut
Welche Behandlungen sind im Frühjahr besonders sinnvoll? – Alle Massnahmen, die belebend sowie feuchtigkeitsspendend wirken und die Haut glätten. Der passende Einstieg in eine Frühlingsgesichtsbehandlung ist nach der Hautreinigung ein sanftes, leicht aktivierendes Peeling. Denn schliesslich sollte die Haut zuerst von abgestorbenen Hautzellen befreit werden, damit sie die hochwertigen Pflegeprodukte überhaupt richtig aufnehmen kann. Viele Peelings enthalten Kunststoff- oder Wachskügelchen, die sanft über die Haut rollen und so auf schonende Weise die Hautoberfläche glätten. Für den sofortigen Gebrauch können Sie Ihr Behandlungsrepertoire auch ein wenig variieren, indem Sie beispielsweise ein Peeling aus natürlichen Komponenten zusammenstellen, wie etwa: geriebener Apfel mit Rohrzucker, Sonnenblumenöl mit Griess und Honig oder gemahlene Heilkräuter mit Sonnenblumenöl und grober Heilkreide. Um die Hautfunktionen anzuregen, eignen sich besonders Heiss- und Kaltanwendungen, beispielsweise Wechselkompressen. Für ein Gefässtraining bereiten Sie jeweils eine Schüssel mit warmem und kaltem Wasser vor. Legen Sie nun im Wechsel – für circa 20 Sekunden – eine Kompresse auf die Haut. Die erste und die letzte Kompresse sollten kalt sein. Fünf warme und siebe kalte Anwendungen sind ideal. Danach wird die Haut mit einem Gesichtswasser – möglichst ohne Alkohol – oder einem Blütenwasser tonisiert. Dies stellt den Säureschutzmantel der Haut wieder her und sorgt für einen kleinen Zwischenpflegeschritt. Jetzt ist es Zeit für ein befeuchtendes Serum oder eine passende Ampulle (z.B. mit Aloe vera, pflanzlicher Hyaluronsäure, marinem Kollagen oder Johannisbeerblätterextrakt – Letzterer tut auch empfindlicher Haut mit Couperose sehr gut). Eine belebende Feuchtigkeits- oder Vitaminmaske führt nun zu wohltuender Entspannung und einem prallen Hautgefühl.
Auch hier können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen und auch einmal individuelle Packungen zusammenstellen, zum Beispiel aus grüner Tonerde, kalt gepresstem Sonnenblumenöl und ein wenig Orangenblütenwasser. Für den Hals und das Dekolleté ist eine intensiv „nährende“ und glättende Crememaske geeignet. In der Einwirkzeit der Gesichtsmaske kann allerdings auch eine entspannende Nacken-/Schultermassage mit einem wohlduftenden und Leichtigkeit schenkenden Körperpflegeöl erfolgen. Nach der vorgeschriebenen Maskenwirkzeit werden eventuelle Reste sanft mit feuchten Kompressen entfernt. Statt der üblichen Streichelmassage empfehle ich eine aktivierende Gesichtsmassage mit einer typgerechten Pflegecreme (z.B. mit Klopfgriffen). Danach Überschüsse möglichst nur trocken von der Haut nehmen und die Kundin mit etwas Blütenwasser erfrischen. Eine Abschlusspflege ist in diesem Fall meistens nicht mehr notwendig.
Das Marketing nicht vergessen
Eine schöne einprägsame Bezeichnung der Behandlung erleichtert das notwendige Marketing. Einige Beispiele: „Frühlingserwachen“, „Frische Energie für Ihre Haut“ oder „Wecken Sie Ihre Haut aus dem Winterschlaf“. Der gewählte Name sollte sich wie ein roter Faden durch alle hiermit kombinierten Marketingmassnahmen ziehen. Zunächst ist es notwendig, einen liebevoll gestalteten Einlegermit ansprechendem Bild zu gestalten und ihn der Preisliste bzw. dem Flyer beizufügen. Legen Sie ihn ausserdem auf dem Tresen
bzw. an der Kasse gut sichtbar aus.
Ein vergrößertes Exemplar an der Wand im Verkaufsbereich und/oder Schaufenster weckt zusätzliches Interesse. Die weitere Dekoration im Schaufenster ist natürlich auf diese Frühlingsbehandlung abzustimmen. Ein passendes Mailing oder eine Rundmail kann zusätzlich Kunden aktivieren, die aus den verschiedensten Gründen schon länger nicht mehr bei Ihnen waren. Versäumen Sie nicht, auf der Internetseite unter „Aktuelles“ auf die neue Behandlung hinzuweisen. Je nach Höhe des Werbebudgets können Sie auch kleine Anzeigen (z.B. im Gemeindeblatt) schalten.
Wenn Sie mit einem Partner zusammenarbeiten, legen sie auch bei ihm entsprechendes Material aus. Noch besser ist es jedoch, ihn selbst zu einer Frühlingsbehandlung einzuladen. So kann er z.B. seinen Kunden aus eigener Erfahrung davon berichten und fungiert als Multiplikator.
Marina Westermann | Die Kosmetikerin und Bankfachwirtin war u.a. als Schulungs- und
Vertriebsleiterin tätig. Sie arbeitet als Autorin, Beautyexpertin für das Fernsehen, als Trainerin und berät Kosmetikerinnen in allen Marketingfragen.