Flyeralarm

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Werbung mit Flyern und Plakaten

Mit Flyern und Plakaten erreichen Sie mit überschaubaren Kosten relativ viele Menschen. Mit dem richtigen Layout und einigen Tricks produzieren Sie ein optimales Werbemittel.

Im Institut „Beauty-Garden“ steht eine besondere Marketingaktion für den Spätsommer
an. Im Fokus soll das Thema „Apfel“ stehen. Ein Behandlungs-Special mit drei unterschiedlichen Treatments steht bereits fest, die Dekoration ist entworfen und in Teilen bereits organisiert. Ziel des Specials: Mit dem Angebot sollen sowohl Stammkunden
enger an das Institut gebunden als auch neue Kunden hinzugewonnen werden. Doch wie soll die Marketingaktion potenziellen Neukunden schmackhaft gemacht werden? Eine Zeitungsanzeige wäre denkbar; sie ist zwar teuer, hat dafür aber eine grosse Reichweite. Eventuell doch lieber ein Mailing? Das ist deutlich günstiger, hat aber nur eine begrenzte Reichweite. Optimal wäre es hingegen, ein Werbemittel zu finden, das sowohl eine grosse Reichweite besitzt als auch für das begrenzte Budget infrage kommt. Ausgehend von dieser Überlegung kommen Flyer und Plakate ins Spiel. Denn sie sind – auch dank der grossen Online-Druckereien – inzwischen zu einem akzeptablen Preis zu haben. Zum besseren Verständnis: Wenn an dieser Stelle von „Flyern“ gesprochen wird, meinen wir alles, was vom DIN-A5-Handzettel bis zum gefalteten Hochglanz-Handout im DIN-A4-Format unters Volk gebracht wird.

Druckerei vs. Copy-Shop
Da wir bereits das Stichwort „Budget“ ins Spiel gebracht haben, schauen wir uns die einzelnen Möglichkeiten genauer an. Einfache Flyer – also alles im DIN-AFormat auf normalem Papier – sind gerade bei den Online-Druckereien recht kostengünstig. Und die
Druckqualität ist top! Da lohnt sich das Ausdrucken am heimischen PC ebenso wenig wie der Besuch im Copy-Shop.
Wichtig: Je dicker das Papier ist, desto edler wirkt Ihr Werbemittel, aber desto teurer wird auch das Projekt. Hinzukommt, dass eine abschliessende Veredlung zum Hochglanzflyer ein enormer Imagegewinn bei gleichzeitigem Ansteigen der Kosten ist. Und: Alles, was vom klassischen DIN-Format abweicht, erregt auch mehr Aufmerksamkeit, ist aber teurer. Das sind einfache Faustformeln, die Sie beherzigen sollten. Grundsätzlich heisst die Devise: positiv auffallen! Nicht nur mit einem unkonventionellen Format erreichen Sie das! Die Werbung schafft das immer wieder:
Denken Sie beispielsweise an die lila Milka Kuh. Hier wird hauptsächlich durch die Farbe Aufmerksamkeit erzielt. Apropos Aufmerksamkeit – diese beim Kunden zu erreichen, gilt als oberstes Gebot bei Werbe- und Marketingaktivitäten. Denn Sie wollen schliesslich mit einem Flyer oder Plakat positiv auffallen. Dabei sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
·         Format
·         Layout
·         Fotos
·         Text
·         Papierqualität
·         Druckqualität
·         Endveredelung

Harmonie von Bild und Farbe
Wenn Sie es sich zutrauen, dann kreieren Sie das Layout für die „Apfel“-Marketingaktion in Eigenregie. Ihre Hausfarbe sollte dabei ein wesentliches Element sein, weil es, wie Ihr Logo auch, einen Wiedererkennungswert beim Empfänger schafft. Zugleich sollten Sie aber vorsichtig beim Griff in den Farbtopf sein, denn das Medium (Flyer oder Plakat) soll am Ende nicht kitschig, sondern geschmackvoll wirken. Machen Sie das Gesamtlayout auch vom verwendeten Bildmaterial und den Textblöcken abhängig. Ein bestimmtes Foto oder eine entsprechende Grafik – beim Faltflyer auf der Vorderseite – ist immer ein Eyecatcher. Medienpsychologen empfehlen beispielsweise, Menschen oder Teile von ihnen abzubilden.
Eine aussergewöhnliche Perspektive erzeugt Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst die Fotos aufnehmen, dann stellen Sie sich z.B. auf einen Stuhl, legen sich auf den Boden oder drehen die Kamera in eine „ungewöhnliche“ Position. Oder schneiden Sie am Computer einen bestimmten Ausschnitt des Bildes aus. Ziel muss sein, dass der Betrachter denkt: „Augenblick mal, was ist denn das?“ Und im nächsten Moment: „Ahhh …!“ Das Ungewöhnliche ist im Optimalfall mit dem Gewöhnlichen, also etwas Bekanntem, gepaart. Ein Beispiel hierzu für unsere „Apfel-Aktion“: Nur einen Apfel darzustellen, wäre langweilig. Zeigt das Bild jedoch nur einen Ausschnitt, auf dem sich neben dem Apfel ein Wassertropfen befindet, der wiederum zart von einem weiblichen Zeigefinger berührt wird, dann wird das Motiv deutlich interessanter. Eine andere Möglichkeit: Sie lassen den Zeigefinger weg und verfremden das Bild mit einem Grafikprogramm im Stil von Andy Warhols Marilyn Monroe.
Tipp: Bild und Restlayout sollten immer miteinander harmonieren. Das heisst: Wenn Sie Farbfotos verwenden, dann sollten Sie Disharmonien bei den Farben vermeiden und auf farbiges Papier verzichten.

Texte auf den Punkt gebracht
Beim Texten gibt es einige Regeln, die Sie beachten sollten: Liefern Sie so viele Informationen wie nötig und verwenden Sie so wenig Text wie möglich. Egal ob Sie ein Plakat entwerfen oder für einen Flyer texten: kurz, knackig, auf den Punkt gebracht! Romane über Ihr Kosmetikinstitut will keiner lesen. Das gilt auch für die Überschriften. Diese sollten möglichst kurz, prägnant und nach Möglichkeit – wie das Foto auch – aussergewöhnlich sein. „Willkommen im Kosmetikinstitut Beauty-Garden“ kann schliesslich jeder schreiben.
Solch eine Headline reisst niemanden vom Hocker. Vielmehr sollten Sie sich darauf konzentrieren, was mit dem Flyer erreicht werden soll. Wenn es sich um eine rein imagebildende Massnahme handelt, sollten Sie Ihr Institut kurz vorstellen, die Leistungen in einem weiteren Textblock präsentieren und alle Kontaktdaten nennen. Bei unserem „Apfel-Special“ hingegen steht nur die Aktion im Vordergrund. Beantworten Sie auf jeder Flyerseite mit einem Textblock jeweils eine Frage, zum Beispiel: „Warum ist der Apfel unser Motto?“, „Was hat der Apfel in der Kosmetik zu suchen?“, „Wie kommen Apfel und Kundin zusammen?“ etc.
Die Schriftwahl ist dabei fast so wichtig wie der Inhalt. Nutzen Sie für den gesamten Flyer oder das Plakat immer nur eine einzige Schriftart. Für ein durchgängiges Corporate Design (Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit) eignet sich Ihre Hausschriftart optimal! Beschränken Sie sich auch bei der Schriftgrösse nach Möglichkeit auf zwei, maximal drei unterschiedliche Grössen. Die Überschrift sollte sich dabei deutlich vom restlichen Text abheben. So schaffen Sie auf dem Medium Übersichtlichkeit und Struktur. Generell gilt: Ob Flyer oder Plakat – weniger ist oft mehr! So sollten Sie Bild und Text auch die Chance lassen, auf den Betrachter zu wirken. Das erreichen Sie am einfachsten, indem Sie Platz für Weissraum lassen. Damit ist der unbedruckte Raum gemeint, wenn man weisses Papier nutzt. Dieser Weissraum sollte bewusst eingeplant werden, wenn man einen Flyer oder ein Plakat produziert. Denn er lockert das Gesamtbild nicht nur auf, sondern er verleiht dem gesamten Layout zusätzlich Struktur. Bevor Sie mit Ihrer Gestaltung loslegen, stöbern Sie ruhig ein wenig in den Geschäften Ihrer Region oder auf Webseiten von renommierten Unternehmen, zum Beispiel im Bereich Presse oder Investors Relations. Hier und da werden Sie auf der Suche nach Inspiration garantiert fündig.

Auf der sicheren Seite
·         Auf jeden geschäftlichen Flyer und auf jedes Plakat gehört ein Impressum.
·         Vorsicht bei der Nutzung von fremdem Bildmaterial. Denn jedes Foto und jede Grafik unterliegt dem Urheberrecht. Gehen Sie sicher, dass Sie die notwendigen Rechte besitzen.
·         Augen auf auch bei den Schriftarten! Für diese gelten Lizenzrechte, die unter Umständen eine gewerbliche Nutzung verbieten. Informieren Sie sich also beim Urheber beziehungsweise Rechteinhaber – oder nutzen Sie eine lizenzfreie Schriftart.

Stefan Trockel | Seit mehr als zehn Jahren schreibt er erfolgreich für Fachmagazine und Ratgeber, Publikumszeitschriften und Tageszeitungen. Stefan Trockel ist u.a. spezialisiert auf die Themenfelder Wellness & Fitness, Familie & Kinder sowie Beruf & Karriere.

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