
Vorbräunen bietet der Haut keinen Sonnenschutz, stattdessen besteht die extreme Belastung durch UV-Strahlen weiter. Die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenstrahlen verringert sich zwar mit steigender Pigmentierung die Gefahr, dass es zu einem Sonnenbrand kommt, ist aber immer gegeben – auch bei einem dunklen Teint. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein dunkler Teint durch Bräune entstanden ist oder der Hautton von Natur aus dunkel ist.
Sonne – aber in Maßen
Das Beste für Haut, Psyche und Immunsystem ist es, so oft wie möglich Zeit im Freien zu verbringen. Je nach Phototyp sind regelmäßige UV-B-Dosen von fünf bis zehn Minuten optimal. Starkes Make-up sollte man zuvor entfernen und je nach Temperatur leichte Bekleidung wählen. So wird die Melaninproduktion großflächig auf hautschonende Weise angeregt.
Das gebildete Bräunungspigment wird an die benachbarten Keratinozyten abgegeben und lagert sich um den Zellkern herum ein. Die hauteigene Schutzfunktion wird stimuliert und aufgebaut. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Denn die Eigenschutzzeit, die sich mit zunehmender Hautbräunung erhöht, ist nicht messbar. Ein Sonnenbrand entsteht, wenn die MED, die minimale Erythemdosis, überschritten wurde. Ein Vorwarnsignal gibt es leidernicht. Einer leichten Rötung, die druckempfindlich ist, wird oftmals wenig Beachtung geschenkt. Dabei ist jede Rötung und Reizung, die durch Sonnenstrahlung ausgelöst wird, ein Signal einer Schädigung.
Deswegen ist ein durchfeuchtendes Sonnenschutzprodukt mit Anti-Pollution-Wirkung und angemessenem Lichtschutzfaktor unerlässlich. So ist die Haut auch auf längere Sonneneinwirkung, z.B. im Urlaub, vorbereitet.

Elke Jansen – Die Expertin ist als Cosmetic Advisory Manager für die Dr. Spiller GmbH tätig. Sie ist Ansprechpartnerin für alle fachlichen Fragen.