Problemhaut

Akne – Übeltäter Lebensmittel
Die meisten Jugendlichen und viele Erwachsene kennen das Problem mit Pickeln, Pusteln und unreiner Haut. Zahlreiche Faktoren können den Schweregrad positiv beeinflussen. Dazu gehört auch eine bewusste Lebensmittelauswahl.
An hormonellen Veränderungen kommt in der Pubertät und auch im fortgeschrittenen Alter keiner vorbei. Die positive Nachricht: Den unschönen Auswirkungen auf die Haut kann man häufig mit der richtigen Lebensweise entgegensteuern.
Pickel sind treue Begleiter
Bei den meisten Betroffenen gibt die Haut im jungen Erwachsenenalter etwas Ruhe. Doch immer öfter leiden auch Erwachsene unter einem unschönen „Streuselkuchen- Gesicht“. Neben einer Veranlagung spielt zunehmend auch der Lebensstil eine Rolle. Permanent negativer Stress sowie mangelnde oder falsche Pflege gehören zu den Ursachen. Auch Rauchen, regelmässige Solarienbesuche oder Sonnenbäder zählen zu den Auslösern.
Dass das Absetzen der „Pille“ Pickel auslösen kann, ist kein Ammenmärchen, sondern ein von Dermatologen bestätigter Fakt. Früher galt die schlichte Empfehlung, Schokolade wegzulassen – mehr könnte aus Ernährungssicht gegen Akne nicht getan werden. Heute ist bekannt, dass es durchaus Massnahmen gibt, die zu einer Verbesserung des Hautbildes beitragen können.
Je nach Schweregrad muss nicht völlig auf Milch- und Milchprodukte verzichtet werden. Als Faustregel wäre beispielsweise eine Portion (200 Gramm Joghurt, Milch, Kefir oder Dickmilch u.Ä.) eine akzeptable Menge. Milch gilt dabei nicht als Getränk, sondern als Mahlzeit, da sie Eiweiss, Fett und Kohlenhydrate enthält. Oft sind es besonders junge Männer, die spielend leicht einen Liter Milch am Tag trinken. Das kann eindeutig zu viel sein. Hier empfiehlt sich auszutesten, ob sich das Hautbild nach beispielsweise vierwöchiger Milchabstinenz verbessert. Um den Körper mit ausreichend Kalzium – wichtig für gesunde Knochen – zu versorgen, eignen sich beispielsweise Sojaprodukte mit Kalziumzusatz, Käse, Nüsse, grünes Gemüse und kalziumreiche Mineralwässer.
Ballaststoffe und gesunde Fette
So unangenehm es für Teenies und junge Erwachsene auch sein mag, Weissmehlprodukte wie Pizza, Hamburger oder Croissants tun der Haut nicht besonders gut. In zahlreichen Studien wird darauf hingewiesen, dass ballaststoffreiche Lebensmittel besser für den Körper geeignet sind. Dazu gehören beispielsweise Vollkornbrot und -brötchen, Hülsenfrüchte, frisches Gemüse und Obst; oft spricht man hier auch von Lebensmitteln mit niedrigem glykämischen Index (GI), einem Mass dafür, wie schnell Kohlenhydrate aus einem Lebensmittel ins Blut wandern. Ausgangswert ist dabei Traubenzucker mit einem GI von 100. Je niedriger dieser Index, desto besser. Ferner kann auch der regelmässige Konsum gesättigter Fette aus beispielsweise Backwaren, Fertiggerichten oder Frittiertem dem Hautbild schaden.
Ernährungstipps bei Akne
· Ernährungstagebuch führen: alles aufschreiben, was gegessen und getrunken wird. Wichtig: Menge und mögliche Veränderungen des Hautbildes notieren.
· Ballaststoffreich essen: täglich frisches Obst, Gemüse, Salat, Vollkornprodukte.
· Zuckermengen reduzieren: wenig Süssigkeiten, Kuchen, süsse Getränke.
· Wenig fettes Fleisch, fette Backwaren, Frittiertes, fette Wurst etc.
· Fast-Food-Konsumreduzieren.
· Milch und Milchprodukte bewusst und sparsam konsumieren.
Kirsten Metternich | Die Autorin ist staatlich geprüfte Diätassistentin und Buchautorin. Als Beauty- und Stylingexpertin tritt sie auch im TV und Radio auf. Kirsten Metternich berät ausserdem Kliniken zu den Themen Ernährung, Diabetes und Wellness.