Alpines Fusspflegeangebot

Der Berg ruft!
Kraftvolle Alpenpflanzen und ihre Wirkstoffe stehen Pate für ein aussergewöhnliches Fusspflegeprogramm. Ein Heublumenfussbad, eine Spezialmassage mit alpinen Kräuterstempeln und eine Edelsteinmassage mit Bergkristall verwöhnen müde Füsse und liefern Energie pur. Eine „alpine“ NailArt rundet das Angebot ab.
Wandern ist eine sehr beliebte und gesunde Freizeitbeschäftigung. Gerade in den Schweizer Bergen, aber auch in den benachbarten Ländern ist es von zentraler Bedeutung für den Sommertourismus. Die Bewegung an der frischen Luft, das entspannte Laufen in der Natur tun Körper und Geist gut – die Füsse leisten dabei allerdings Schwerstarbeit und haben anschliessend wohltuende Pflege verdient. Mit einem massgeschneiderten Wellnessprogramm für Wanderer, Trekker oder Nordic Walker spricht man die Freizeitsportler gezielt an und sorgt dafür, dass ihre Füsse die Saison unbeschadet überstehen. Sogar „Spaziergänger“ profitieren davon, denn auch im Alltag müssen die Füsse stets Höchstleistungen bringen. Hochgerechnet auf ein ganzes Leben umwandern sie zwei- bis viermal die Erde. Manche Menschen legen im Laufe ihrer Lebensjahre bis zu 1,6 Millionen Kilometer zu Fuss zurück.
Gut zu Fuss bleiben
Wandern ist gesund, stärkt die Muskulatur, die Atemwege sowie das Herz-Kreislauf- System und regt den Stoffwechsel an. In unwegsamem Gelände und mit schwerem Gepäck stellt es aber auch eine hohe Belastung für Rücken, Gelenke und natürlich für die Füsse dar. Hitze, Druck und Reibung in schlecht sitzenden Schuhen können zu Blasen, Schwielen und schmerzhaften Hautrissen führen. Neben gutem Schuhwerk, funktionalen Wandersocken und ausreichenden Entspannungspausen ist die regelmässige Fusspflege mit passenden Pflegeprodukten ein absolutes Muss, um Fussproblemen vorzubeugen. Unter diesen Voraussetzungen sind leichte Wanderungen ideal, um die Mobilität bis ins hohe Alter zu erhalten. Und die alpine Fussmassage ist das „Zuckerl“ obendrauf.
Alpine Fusspflege
Für zielgruppengerechte Fusspflegeangebote bieten sich Produkte mit Inhaltsstoffen aus der Natur an, beispielsweise mit Alpenkräutern. Ein attraktiver Name für das Spezialprogramm transportiert die Werbebotschaft zu den Kunden und macht sie neugierig. Mögliche Bezeichnungen können „Gut zu Fuss im Grünen“ oder „Alpine Wege für gesunde Füsse“ lauten. Auch der klassische Einstieg in die Fusspflege kann ein wenig anders gestaltet werden: Ein Heublumen-Fussbad mit Extras macht Lust auf mehr.
Schritt 1:
Bereiten Sie Ihren Behandlungsbereich auch farblich auf das Pflegespecial vor. Legen Sie Handtücher in Naturtönen bereit (Sand, Grün, Braun). Ein bunter Wiesenblumenstrauss und leise Hintergrundmusik mit Vogelgezwitscher sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Das Entrée bietet ein Alpenkräuteraufguss in der Aromalampe. Je nach Kundenwunsch bzw. Tagesform können Sie belebende, stoffwechselfördernde oder atmungsaktivierende Duftrichtungen anbieten. Zwei bis fünf Tropfen sind die richtige Menge, um die Kunden auf das Wellness-Programm einzustimmen. Verwenden Sie für das Heublumen-Fussbad nach Möglichkeit keine einfache Wanne, sondern einen stilechten Holzzuber oder wenigstens eine Holzschale. Füllen Sie diese mit lauwarmem Wasser, das mit ein bis zwei Spritzern Heublumenölbad und ein paar Blüten angereichert wird. Während der Kunde seine Füsse im Bad entspannt, können Sie ihm den Wert von Heu erläutern, das weitaus mehr ist, als einfach nur trockenes Gras. Die Kräfte von Alpenheu sind seit über 100 Jahren bekannt und belegt. Ob als entschlackendes, entgiftendes und stoffwechselanregendes Bad oder als Heupackung dient es dazu, lokale Verspannungen im Genick, am Rücken sowie an den Knien zu lösen.
Schritt 2:
Nach dem Bad werden die Füsse sorgfältig abgetrocknet und eine Pediküre durchgeführt, also die Nägel gekürzt und gefeilt sowie die Hornhaut abgetragen. Danach erhält das Treatment das gewisse Etwas durch die Massage mit Bergkristall. Dieser gilt gemeinhin als Symbol für Klarheit und Licht und steht im alpinen Fuss Special für Stärke und Mobilität. Führen Sie mit zwei in Öl erwärmten Bergkristallgriffeln an beiden Fusssohlen eine kleine Synchronmassage durch. Arbeiten Sie sich mit kleinen Rechtsdrehbewegungen der grossen, runden Seite des Griffels von der Ferse zu den Zehen und mit einer langen Ausstreichung wieder zurück zur Ferse. Nach dreimaliger Wiederholung und an den Zehen angekommen, drehen Sie den Griffel um und führen mit der spitzen Seite eine kleine punktuelle Massage an den Zehenrückseiten durch.
Schritt 3:
Während der Kunde die Energie der Bergkristallmassage geniesst, führen Sie mit warmen Kräuterstempeln, die Sie vorher auf Hauttemperatur prüfen, den sogenannten Aromakreis durch. Dabei werden die Stempel durch gegenseitiges Andocken kreisförmig über den Nasenbereich des Kunden geführt. Feine Kräuterdämpfe entfalten sich und vermitteln dem Kunden „Natur pur“.
Schritt 4:
Nun werden die Kräuterstempel an den Beinen angewendet. Pro Bein benötigen Sie zwei Kräuterstempel, die Sie mit kreisförmigen Bewegungen immer wieder zusammenführen. Setzen Sie die Stempel am Innen- und Aussenknöchel an und schieben Sie diese in kleinen Kreisen bis hoch zum Oberschenkel. Streichen Sie in einer Linie wieder zu Innen- und Aussenknöchel zurück. Dann umranden Sie Innen- und Aussenknöchel synchron, erst in einem grossen Kreis, dann in vielen kleinen Kreisen. Regen Sie den Reflexzonenbereich des Solarplexus auf der Fusssohle im Sandwich-Verfahren an (ein Stempel hält am Fussrücken dagegen). Nun legen Sie die Stempel beiseite, halten zum Abschluss beide Füsse synchron und atmen zusammen mit dem Kunden duftreiche Entspannung ein und negative Energie aus.
Schritt 5:
Mit der Nachruhezeit auf dem Heubänkchen setzen Sie diesem Programm die Krone auf. Arrangieren Sie dafür frisches Heu und Heublumen auf einem kleinen Bänkchen, damit der Kunde seine Füsse und Unterschenkel darin betten und ausruhen darf. Heublumen regen die Mikrozirkulation an, lindern Schmerzen und beugen Erkältungen vor. Kontraindiziert sind sie allerdings bei Allergikern und akuten Verletzungen. Reichen Sie dazu einen warmen Heublumen- Tee, frisches Quellwasser oder einen klassischen Almdudler.
Planung
Das alpine Fussritual hat eine Dauer von etwa 80 Minuten. Im Einzelnen gestaltet sich das wie folgt:
· Entrée mit Raumbeduftung: 5 Min.
· Fussbad inkl. Trocknung: 10 Min.
· Pediküre: 30 Min.
· Bergkristallmassage: 15 Min.
· Kräuterstempelmassage: 15 Min.
· Nachruhezeit: 5 Min.
„Gipfelkreuz“ als Extra
Seien Sie kreativ und bieten Sie modebewussten Kundinnen an, die Zehennägel mit einer alpinen NailArt zu verschönern. Grundieren Sie hierfür zunächst alle Nägel mit einem Base Coat (Unterlack). Darauf folgt eine Schicht weisser Farblack, damit die folgenden Farben richtig strahlen. Mit Fine-Linern und NailArt-Pens malen Sie auf den Nagel der Grosszehe einen Fels mit Gipfelkreuz, blauem Himmel und Wolken auf. Die restlichen Nägel werden einfach mit einem Himmelsmotiv verziert. Anschliessend wird alles mit Top Coat (Überlack) versiegelt.
Unterwegs in den Bergen
Wecken Sie Aufmerksamkeit für die Wichtigkeit von regelmässiger Fusspflege. Hierzu können neben Ihrem Behandlungsangebot auch besondere Aktionen dienen. Organisieren Sie beispielsweise für interessierte Kunden eine kleine Wandertour und beraten Sie in Sachen Schuhwerk, Strumpfmaterialien, Rucksackgewicht und gesunder Ernährung. Unterstützung bei der Routenplanung bieten hier auch örtliche Berg- und Wandervereine. Praktische Tipps zur Fussbelastung bzw. Fusspositionierung bei kleinen Anhöhen machen Sie zum professionellen Wanderführer und vielleicht etabliert sich diese Aktion auch zu einer festen Einrichtung. Der Berg ruft – bringen Sie Ihre Kunden auf den Weg!
Ursula Maria Schneider – Die Wellnessberaterin (IHK) und Entspannungstrainerin ist Inhaberin von „Drehpunkt Fuss“. Sie bietet Ausbildungen für innovative Fussmassagetechniken an und entwickelt Konzepte für gesunde Schritte. Des Weiteren schreibt sie für Fachmagazine, berät Firmen und referiert auf Messen.