
Story before Shining“ – Ist Ihnen dieser Grundsatz ein Begriff? Er bedeutet so viel wie: Wichtiger als das Aussehen ist Ihre Story! Ihre Story, das, wofür Sie stehen, sollte also massgeblich Ihre Einrichtung, Ihr Design beeinflussen. Nur so bleiben Sie authentisch! Machen Sie nicht den Fehler und versuchen Sie, einen Style, den Sie irgendwo gesehen haben, zu reproduzieren, ohne zu prüfen, ob er zu Ihnen und Ihrer Kundschaft passt. Kommt ein Kunde in Ihr
Institut und nimmt ein stimmiges Gesamtbild wahr – das umschliesst Mitarbeiter und Einrichtung –, fühlt sich dann auch noch wohl, weil der persönliche Kontakt passt, dann haben Sie schon die beste Grundlage geschaffen.
Details machen den Unterschied
Die Details eines Raums verleihen ihm erst seine Persönlichkeit. Ein Raum braucht eine Seele, eine eigene Ausstrahlung. Eine tolle Einrichtung ist zwar ein guter Anfang, reicht aber nicht. Mit Details können Sie hingegen Ihre eigene, persönliche Note hinzufügen. Enorm wichtig ist eine gute Lichtplanung. Diese sollte gezielt und emotional sein, um so den Charakter der Dinge und die Einrichtung zu unterstreichen. Natürlich muss sie auch praktikabel sein, weshalb es ratsam ist, einen Lichtplaner hinzuzuziehen.
Genügend Platz ist für kleine Dinge wie Dekoration essenziell – dies ist so zu verstehen, wie in einem Museum: Kunstbilder, die nicht atmen können und zu eng gehängt werden, verlieren ihre Wirkung.
Ein Kosmetikinstitut ist nicht einfach nur ein Ort – es ist ein Raum, an dem sich Kunden und Angestellte ausdrücken können und ein gutes Gefühl haben müssen.
Der Wohlfühlfaktor ist durch die Stay-Home-Situation und das Homeoffice nur noch wichtiger geworden. Dem Kundenbedürfnis nach Entspannung und Wohlfühlatmosphäre antworteten die Dekotrends mit Natürlichkeit und Gemütlichkeit. Diese Kundenbedürfnisse müssen bei der Raumgestaltung mitentwickelt und hin und wieder auch umgestellt werden.
Was tun bei wenig Platz?
Mein Motto: Es kommt nicht auf die Quadratmeter an, sondern darauf, was Sie daraus machen. Wenn grosszügige Räume nicht zur Verfügung stehen, empfiehlt es sich, die unterschiedlichen Arbeitsbereiche räumlich zu trennen – wenn nötig, auch durch ein Paravent oder einen Vorhang.
Kluge Raumkonzepte, intelligente und flexible Möbel oder modulare Systeme helfen dabei – am besten jedoch der intensive Austausch mit dem Fachplaner.
Auch wenn sich die Meinung hartnäckig durchsetzt: Kleine Räume müssen nicht in hellen Farben gestrichen werden. Sie können durchaus dunkel eingerichtet werden! Dunkle Räume können sowohl elegant wirken als auch ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Hier müssen Sie lediglich auf eine gute Lichtplanung achten, damit der Raum gut ausgeleuchtet ist.
Kostengünstig zum neuen Look
Zuallererst sollten Sie ausmisten, Klarheiten schaffen, ordnen. Erst nach diesen Schritten kann etwas Neues entstehen.
Mein Tipp: Arbeiten Sie mit dem, was Sie haben! Ein Beispiel: Eine Kundin wollte einen echten Holzboden verlegen. Das Budget reichte allerdings nicht dafür aus. Anstatt nun einen Laminatboden zu verlegen, der nicht authentisch wirkt und ihren Fokus auf Natürlichkeit untergraben hätte, schlug ich vor, den vorhandenen Betonboden so zu bearbeiten, dass er wieder ansehnlich wurde. Kombiniert mit den passenden Farben und Accessoires, entfaltet der Betonboden nun einen ganz eigenen Charme – und war dabei auch noch günstig.
- Trockenblumen
Der Trend zu getrockneten Blumen hält weiter an: Ob getrocknetes Pampasgras, Rosen oder Schleierkraut – die trockenen Blüten sehen nicht nur dekorativ aus, sondern auch nachhaltig. Schliesslich halten sie Monate, ja sogar Jahre, wenn der Staub sie nicht unter sich begräbt. Wöchentlich frische Schnittblumen auf der Empfangstheke runden das Gesamtbild ab.
Tipp: Trockenblumen wirken toll, wenn Sie verschiedene Blumen mit unterschiedlichen Texturen kombinieren und zu einem Arrangement gestalten. Das funktioniert auch, wenn Sie diese in verschieden grosse Vasen gruppieren! - Grüne Begleiter
Nachdem die Büropflanzen der 90er Jahre lange Zeit verbannt wurden, halten grüne Begleiter nun schon seit einer Weile wieder Einzug in unsere Geschäfts- und Privaträume. Zimmerpflanzen sind momentan nicht mehr wegzudenken und reichen von opulenten bis hin zu minimalistischen Exemplaren. Ob stehend oder hängend, werten sie einen Raum nicht nur optisch auf, sondern sorgen auch für ein besseres Raumklima. Entscheiden Sie sich für echte Pflanzen, achten Sie darauf, dass Sie diese auch pflegen! Vor sich hin sterbende Pflanzen sind ein No-go!
Tipp: Kakteen oder grossblättrige Pflanzen wie Monstera sind pflegeleicht und liegen absolut im Trend. - Details
Details verleihen einem Raum erst seine Persönlichkeit. Deshalb sind es die kleinen Dinge, die bei der Einrichtung einen grossen Unterschied machen. Momentan sind Vasen und ethnische Dekoration aus fernen Ländern sehr beliebt. Viele mögen den unabhängigen, charmanten Lifestyle mit verspielten Dekokissen, orientalischen Teppichen oder fantasievollen Wandschmuck. Diese tragen übrigens auch zu einer Verbesserung der Akustik bei.
Tipp: Skulpturale Vasen sind echte Hingucker und können sogar Blumensträusse ersetzen. So sparen Sie Geld und setzen dennoch stylishe Akzente. Denn die Vasen halten sich nicht schlicht und dezent im Hintergrund, sondern trumpfen mit kunstvollen Formen und Farben auf.
Mika Schell
Der studierte Industriedesigner arbeitete in Deutschland, Holland und San Francisco, bevor er sich 2008 in Zürich mit seinem Unternehmen Nullserie selbstständig machte. Dort setzt er mit seinen Kunden ganzheitliche Designkonzepte um.
www.nullserie.com.