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Magnete und ihre Wirkung
Man kann Magnetismus nicht sehen, nicht hören, nicht riechen – und doch scheinen Magnete ganz besondere Kräfte zu besitzen. Über 80% der Anwender schwören aber auf die Effekte von magnetischen Armbändern, Massage-Tools und Bandagen.
Welche Frau trägt nicht gerne Schmuck?“ Magnetarmbänder sind besonders beliebte
Accessoires. Dass diese Art von Schmuck nicht nur schön ist, sondern auch positive Wirkungen entfalten kann, erklärt, dass man ihn einfach gerne an sich trägt.
Erfahrungswerte
Eine Trägerin von magnetischem Schmuck berichtet: „Ich hatte einen Hallux valgus (Fehlstellung des grossen Zehs) und musste mich einer Operation unterziehen. Die Korrektur ist heute eine gängige Operationspraxis, jedoch mit einer langen Heilungsphase verbunden. Für mich war die Operation schliesslich Anlass, Magnetschmuck auch unter dem gesundheitlichen Aspekt auszuprobieren – nach dem Motto: ‚Nützt es nicht, so schadet es auch nicht.‘ Ich hatte bisher den Schmuck nur getragen, weil er mir gefiel.
Direkt nach der Operation befestigte ich ein Magnet – accessoire am Verband. Als dieser nach zwei Tagen gewechselt wurde, war der Arzt sehr überrascht von der glatten Schnittstelle, die kaum geschwollen war. Bisher waren bei mir immer Keloidnarben aufgetreten. Das sind wulstförmige Narben, die deutlich über das normale Hautniveau hervortreten. Die zweite Überraschung erlebte der Orthopäde, als ich nach sechs Wochen zum Fädenziehen erschien. Er führte mir vor, wie ich die ersten Schritte ohne Spezialschuh gehen durfte. Ich marschierte ihm durchs Zimmer hinterher, als hätte es die Gehpause nie gegeben. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Magnet den Heilungsprozess angekurbelt hatte (vgl. auch das Buch von Dr. Verena Breitenbach: „Endlich gesund!“).“
Über 80% der Anwender verspüren eine Wirkung, z.B. bei Kopfschmerzen, Schnarchen oder Periodenschmerzen. Angesprochen werden die Menschen jedoch von den schönen Magnetschmuckstücken, weil sie ihnen gefallen und ihre Qualität und Variabilität schätzen.
Im Institut
Magnete können auch im Kosmetikinstitut eingesetzt werden. Manche Modelle lassen sich so an den Liegenbezug oder an ein Frottiertuch klipsen, dass der Kunde mit dem oberen Rückenbereich oder der Schulter darauf liegt. Der Kunde spürt das nicht, weil sich der Magnet durch das Körpergewicht in das Polster einschmiegt. Magnete können sowohl einzeln als auch mehrere auf einmal eingesetzt werden und helfen dabei, dass die Kunden schneller entspannen und loslassen können. Das erhöht den Erholungseffekt und sie können die Behandlung intensiver geniessen.
Mit Wärmewirkung
Magnete in handschmeichelnder Steinform eignen sich gut für eine Nacken-Schulter-Rücken-Massage bis hin zu den Händen. Damit wird die Durchblutung angeregt und viele Kunden verspüren ein angenehmes Kribbeln, dem Wärme und Entspannung folgen. Schon wenn die Kundin den Stein nur in der Hand hält, sorgt dies für Entspannung. Mit einem „Magnet-Stick“ kann das Trinkwasser energetisiert werden. Das regelmässige Einreiben oder Abspülen mit magnetisiertem Wasser kann Hautrötungen und unreine Haut lindern sowie wohltuend bei Neurodermitis, Psoriasis und vieles mehr sein. Wird ein Magnet bei der Behandlung rissiger und spröder Fusssohlen eingesetzt, können selbst diese wieder geschmeidig werden.
Ein neuer Trend bei den Magnetaccessoires sind Bandagen, die mit einem abnehmbaren Traggurt um Hüfte, Rücken oder Schulter mit Klettverschluss festgemacht werden; sie können z.B. auch als Sitz-/Liegeunterlage dienen.
Einflussreich?
„Die magnetische Energie ist jene elementare Energie, von der alles Leben des Organismus abhängt“, sagt der Physik-Nobelpreisträger Werner Heisenberg. Dass Magnete Einfluss auf die Gesundheit nehmen können, ist jedoch wissenschaftlich nicht erwiesen. Trotzdem zeigt die Erfahrung, dass Magnete die Durchblutung anregen oder den Fluss des Blutes regulieren können. Die roten Blutzellen, die unter anderem für den Sauerstoff- und Nährstofftransport zuständig sind, können besser in die kleinsten Blutgefässe – die Kapillaren – gelangen. So lässt sich auch erklären, dass die meisten Kunden von einem angenehmen Wärmegefühl und allgemeinen Wohlbefinden sprechen. Nebenwirkungen oder Einschränkungen beim Tragen von Magnetschmuck sind im Übrigen nicht bekannt. Einzig Personen mit Herzschrittmachern dürfen keine Magnete tragen.
Heidi Bächli-Schönegger | Die Kosmetikerin mit Leib und Seele leitet seit 1995 ihr eigenes Institut („Bella Donna“) in Suhr. Seit 2007 ist sie zudem als Schmuckberaterin tätig.