Papaya_Power

Exotischer Inhaltsstoff

Papaya_Power
Die Papaya ist ein Powerpaket an Mineralstoffen, Vitaminen und einem ganz besonderen
Enzym: dem Papain. Dieser „Alleskönner“ findet in vielen verschiedenen kosmetischen
Mitteln Verwendung. Als „All-Time-Favourite“ zeigt das Enzym in Peelings, was es kann. 
Papayapflanzen sind beeindruckend! An hohen Stauden hängen sehr grosse Früchte, die auf den ersten Blick an Melonen erinnern. Zwar lautet die deutsche Bezeichnung der Papaya (Carica papaya) auch „Melonenbaum“, allerdings ist sie nicht mit der Melone verwandt, sondern mit der Feige.

Wertvolle Inhaltsstoffe
Kommerziell genutzt wird von den Inhaltsstoffen der Papaya hauptsächlich das Papain, ein eiweissspaltendes Enzym. Den Rohstoff zur Gewinnung dieses Enzymes erhält man durch das Anritzen der unreifen Früchte in den frühen Morgenstunden. In dem austretenden milchigen Saft ist das Enzym besonders hoch konzentriert enthalten. Ausserdem kommt es in den Milchröhren des Stammes und in den schwarzen Samen vor. Das Enzym Papain wird in Arzneimitteln, in der Lebensmittelindustrie (als Zartmacher für Fleisch), in der Textilproduktion und in der Kosmetik eingesetzt. Der Bedarf an Papain steigt weltweit ständig und beträgt mittlerweile viele Hundert Tonnen jährlich. Neben Papain enthält die Papayafrucht noch zahlreiche Vitalstoffe wie z.B. Vitamine, Mineralien, Betacarotin, ätherische Bitter- und Gerbstoffe, Spurenelemente und weitere biologische Bestandteile. In den Fokus rücken immer mehr dieser Inhaltsstoffe als erfolgversprechende Arzneimittel-Inhaltsstoffe wie z.B. als Herzmittel und Anti-Krebs-Mittel.

Kosmetischer Einsatz
Ohne Enzyme ist kein Leben möglich. Sie werden auch als Biokatalysatoren bezeichnet, was bedeutet, dass Lebensvorgänge wie z.B. die Zellteilung aktiviert und beschleunigt werden. Daher wird Papain häufig in der Kosmetik eingesetzt. Durch seine eiweissspaltende Wirkung hilft das Enzym, abgestorbene Hautschuppen auf der Haut zu entfernen. Wenn im Alter durch biologische Prozesse die Eigenregeneration der Haut nachlässt, werden die Schichten abgestorbener Hautzellen dicker und fester. Eine Folge sind zunächst feine Linien, später tiefere Falten. Produkte mit Papayaextrakten enthalten Papain, das die abgestorbenen Hautschichten aufweicht und auflöst. Eine gesunde, „aktive“ Haut beeinflusst das Enzym hingegen nicht. Es handelt sich also quasi um einen „denkenden“ Wirkstoff. Besonders effektiv sind Enzympeelings, wenn zuvor ein „gröberes“ Peeling mit z.B. leicht abrasiv wirkenden Partikeln oder mit einer apparativen Methode durchgeführt wurde. Auf diese Weise müssen sich die Enzyme nicht erst durch die äussersten, abgestorbenen Hautzellen „hindurcharbeiten“. Dadurch kann man die Effektivität der Enzympeelings während der Einwirkungszeit erhöhen. Die aktiven Inhaltsstoffe aus der Papaya regen ausserdem das Wachstum neuer Hautzellen an und kräftigen und stärken das Gewebe. In Form einer Okklusivmaske angewendet, können die Enzyme noch intensiver wirken. Ein strahlender, frischer und jugendlicher Teint ist das sichtbare und fühlbare Ergebnis einer solchen Intensivbehandlung im Kosmetikinstitut.

Von innen und aussen
Neben dem Enzym Papain hat die Papayafrucht vor allem die Zellschutzsubstanzen Betacarotin sowie die Provitamine A und C zu bieten; diese wirken gegen freie Radikale. Ausserdem sollen sie Nägel und Haare stärken und festigen. Schönheit kommt auch von innen, daher ist neben einer regelmässigen Hautreinigung mit papayahaltigen Produkten auch der möglichst häufige Verzehr von Papayafrüchten sehr empfehlenswert. Durch ihre regenerierenden Eigenschaften sind sie in der Lage, den Körper von innen heraus zu stärken. Auf diese Weise verbessert sich gleichzeitig auch das Hautbild.

7 Facts zur Papayapflanze
·         Etwa 50 verschiedene Sorten werden weltweit gezüchtet und angebaut, u.a. auch in Europa, im Mittelmeerraum und auf den Kanaren.
·         Echte Wildarten existieren noch auf dem amerikanischen Kontinent und besonders häufig in Paraguay.
·         Zu Unrecht wird die Papayapflanze häufig Baum genannt; es handelt sich – botanisch gesehen – um eine Staude.
·         Die Papayastaude wird zwischen drei und sieben Meter hoch und bis zu zehn Jahre alt.
·         An einer Staude sind entweder nur weibliche oder nur männliche Blüten vorhanden. Daher ist es notwendig, dass zur Befruchtung mindestens eine weibliche und eine männliche Staude vorhanden sind. Die Bestäubung erfolgt in der Regel nachts durch Kolibris oder Schmetterlinge.
·         Die ausgereiften Früchte sind gelblich-grün und leicht oval und werden bis zu fünf Kilo schwer.
·         Das Fruchtfleisch ist von butterartiger Konsistenz, von einer festen Haut umgeben und schmeckt süsslich; die Samenkörner erinnern an schwarze Pfefferkörner und haben einen scharfen Geschmack.

Herkunft der Papaya
Die Papaya war ursprünglich in den Tropen der westlichen Hemisphäre, insbesondere in Südmexiko und Zentralamerika, heimisch. Erstmals erwähnt wurde sie im Jahre 1519 in den Berichten über die Eroberung Mexikos durch Hernán Cortés. Die Frucht soll den Eroberern deswegen aufgefallen sein, weil sie – verzehrt nach einem üppigen Essen – nahezu
Augenblicklich Verdauungsbeschwerden und Unwohlsein beseitigt habe. Die Spanier liessen sich diese „Wunderpflanze“ und deren Früchte von den Ureinwohnern zeigen und verstanden als Namen „Ababai“. Daraus wurde später im Spanischen das Wort Papaya.
Erst im 19. Jahrhundert begann man mit der wissenschaftlichen Untersuchung der zahlreichen Wirkungen der Papayafrucht. Heute findet man die Pflanze nahezu in allen subtropischen und tropischen Gegenden. Interessanterweise werden die Früchte nunmehr sogar häufiger ausserhalb der ursprünglichen Anbaugebiete kultiviert.

Jürgen Singer │ Der Autor ist Geschäftsführer und Leiter der Forschung und Entwicklung von Neovita Cosmetics. Sein Fachgebiet sind innovative Wirkstoffe, insbesondere auch natürlichen Ursprungs. Das Unternehmen ist seit über 45 Jahren bekannt für gesundheits- und umweltbewusste Haut- und Haarpflegeprodukte. www.neovita.de

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