Tipps zum Thema „Rock meets Rokoko“

Erfolgreiche Make-up-Meisterschaft
Die 18. Schweizer Make-up-Meisterschaft mit dem Thema „Rock meets Rokoko“ im kommenden März bietet wieder viel Potenzial für Kreativität und künstlerische Detailarbeit. Für Ihre erfolgreiche Teilnahme an der Meisterschaft geben unsere Experten Inspirationen und Tipps.
Der Make-up-Artist Philipp Keusen hat zum Thema „Rock meets Rokoko“ einen passenden Look entworfen und erklärt seine Inspiration:
„Das Zeitalter des Rokoko zeichnete sich durch übertriebene Verzierungen und verspielte Details in Architektur, Kunst und Mode aus. Die Haare wurden zu aufwändigen Frisuren drapiert. Nicht selten gestaltete man hohe Hochsteckfrisuren mit kunstvollen Verzierungen aus Teil- und Vollperücken. Nicht ganz so exzentrisch, aber nicht minder auffällig ist die Rockbewegung. In der Kombination eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. Ein wichtiges Merkmal dieses Looks ist die helle bis weisse Haut, die wie eine Maske wirkt. Der Mund wird zu einer kleinen Knospe geschminkt, das Wangenrouge als kleine, runde Apfelbäckchen.“
Sonja Zen Ruffinen ist Profi-Visagistin und Beauty-Expertin. 1997 gewann sie die Schweizer Make-up-Meisterschaft und führte viele Jahre als Mitinhaberin und Ausbildungsverantwortliche eine der grössten Visagistenschulen der Schweiz. Heute arbeitet sie als Beauty- und Make-up-Coach:
Was macht für Sie den Reiz der Make-up-Meisterschaft aus?
Ich war im Jahre 1997 selber unter den sechs Schweizer Finalisten und konnte mein Können unter Beweis stellen. Für mich war es eine super Erfahrung, sich mit anderen Profis zu messen. Der Titelgewinn war für mich ein einmaliges Erlebnis. Auch die Chance, die sich dem Sieger bietet, an der internationalen Make-up-Meisterschaft mit vielen anderen Nationen teilzunehmen, ist gewinnbringend. Eine Teilnahme als Finalist an einer Make-up-Meisterschaft kann auch als Karriere-Sprungbrett dienen, neue Türen öffnen und interessante Aufträge bringen. Besonders in der heutigen Zeit, wo der Beruf Visagist als Trendberuf gilt, kann man sich so von der breiten Masse abheben.
Worauf legt die Jury besonderes Augenmerk?
Die Jury legt grossen Wert auf eine professionelle und perfekte Umsetzung des Themas. Auch die Liebe zum Detail und zur Arbeit sowie eine saubere Arbeitsweise mit einer präzisen Pinselführung sind wichtig. Zusätzlich werden Punkte vergeben für Grundierung/Rouge, Augen/Augenbrauen, Mund und für das Gesamtbild mit der Präsentation.
Wie sieht die ideale Vorbereitung aus und worauf sollte man bei der Auswahl des Models achten?
Als erstes sollte man sich mit dem Thema auseinandersetzen (Fotobände, Bücher, Filme, etc.) Das Model sollte sich mit dem Thema identifizieren können, keine Scheu auf der Bühne zeigen, flexibel, charmant und geduldig sein und sich auf die Meisterschaft freuen. Eine gute kosmetische Vorbereitung ist sehr wichtig, denn ein perfektes Hautbild ist das A und O für ein gelungenes Make-up. Und eine korrekt gezupfte Brauenpartie bietet den perfekten Rahmen für die Augenpartie. Auch die Hände sollten gepflegt und die Nägel dem Thema entsprechend lackiert sein. Verschiedene Make-up-Variationen mit Frisur (evtl. Perücke), Styling und Accessoires ausprobieren. Für die Bewerbungsfotos ist es wichtig, dass sie professionell und unter Studiobedingungen aufgenommen werden.
Was ist beim Arbeiten unter Zeitdruck besonders wichtig?
Ich empfehle nach einem Zeitplan zu trainieren, so bekommt man viel Sicherheit und kann das Make-up in 30 Minuten auf der Bühne fertigstellen. Wichtig ist, dass man auch unter Zeitdruck sauber und exakt arbeitet, denn das zeichnet den Profi aus. Ebenso wichtig ist es, die innere Ruhe zu bewahren und auch in Stresssituationen den Überblick nicht zu verlieren.
Was wird bei Meisterschaften oft falsch gemacht?
Meist scheitert es an der ungenügenden Vorbereitung zum Thema, auch das Hautbild des Modells wird vielfach vergessen. Ebenso ist das Outfit für die Gesamtpräsentation sehr wichtig und sollte zum Make-up passen. Unabdingbar auf der Bühne ist eine hygienische und professionelle Arbeitsweise mit einer schönen Handführung. Auch sollte zum Schluss die Kontrolle des Make-ups nicht vergessen werden. Und übrigens: Ein Lächeln wirkt immer sympathisch und lockert die Atmosphäre auf.
Können Sie sonst noch einen Tipp an die Teilnehmer geben?
Das kommende Thema für die 18. Schweizer Make-up-Meisterschaft „Rock meets Rokoko“ ist spannend und auf viele Arten interpretierbar. Verlieren Sie die Angst und lassen Sie der Kreativität freien Lauf! Nehmen Sie Ihre Chance wahr und kreieren sie Ihren eigenen Look zu diesem Thema. Mein Tipp an die Teilnehmer: Farbig, etwas frech und edel darf der Look sein. Mit Haarteilen arbeiten, evtl. Perücke, falsche Wimpern einsetzen, z. B. eine Hälfte des Gesichts rockig, die andere Hälfte Rokoko-like schminken oder beide Elemente – Rock und Rokoko – ins Make-up einbeziehen. Vieles ist möglich. Natürlich sollte die Kreativität auch in der Kleidung umgesetzt werden. Es wird spannend! Let`s Rock meet Rokoko … Und bitte nicht vergessen: Achten Sie auch darauf, als Vorbild mit Ihrem Model auf der Bühne zu stehen!