Intensiv-Repair-Treatments

Intensiv-Repair-Treatments

Beauty Forever 
Repair-Treatments können für jede Haut ein Thema sein. Doch besonders Kunden mit ersten Fältchen fragen diese Behandlungen nach. Welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen und worauf Sie zu achten haben, erfahren Sie hier.

Unsere Haut ist ein bewundernswertes Organ, das sich durch seinen effizienten
Stoffwechsel und seine aktiven Zellfunktionen ständig selbst regeneriert. Geht man allerdings auf die 30 zu, nimmt die Geschwindigkeit der Zellteilung rapide ab. Die Hautzellen erneuern sich nicht mehr so schnell, die Haut wird immer dünner und der Feuchtigkeitsgehalt nimmt ab. Die Folge: Die Haut verliert an Elastizität, erste Fältchen treten um Augen und Mund herum auf und rote Äderchen scheinen vermehrt durch. Zudem wird die Haut immer schlechter durchblutet und somit nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Sichtbare Zeichen der Hautalterung sind unter anderem:
·         eine zunehmende Verhornung (Keratinisierung), eine Abnahme der Permeabilität und eine schlechtere Aufnahmefähigkeit für Kosmetika
·         eine zunehmende Trockenheit und Atrophie des Gesamthautbildes
·         eine Abnahme der Spannkraft (Tonus und Turgor) durch Verringerung der Kollagen- und Elastinbildung
·         eine vermehrte Faltenbildung (Elastose) sowie
·         die Bildung von Pigmentflecken (Lipofuszingranula)

Gegenmassnahmen
Um der Haut zu helfen, ihre vielfältigen Funktionen zu erfüllen, und bereits vorhandene Schädigungen sanft zu reparieren, gibt es in der Kosmetik einige Möglichkeiten. Zum Beispiel Treatments
·         gegen eine allzu starke Verhornung
·         gegen eine schwache Durchblutung und gestörte Mikrozirkulation
·         gegen eine Schwächung des Hydrolipidmantels
·         zur Erhöhung der Speicherfähigkeit der Haut und der Hautfeuchtigkeit
·         zur Anregung des Hautstoffwechsels
·         gegen Schädigung durch freie Radikale
·         als Repair-Massnahme nach zu viel Sonne
·         gegen allzu starke Faltenbildung
·         gegen Pigmentflecke
·         zur Stärkung von Hautdichte, Tonus und Turgor
Damit Repair-Treatments von Erfolg gekrönt sind, ist es wichtig, sich bei der Erstbehandlung ausreichend Zeit für die Hautanalyse zu nehmen. Auch muss der Kunde Geduld aufbringen: Nur eine Behandlungsserie im individuellen Turnus bringt langfristig Erfolg.

Behandlungstechniken
Zu Beginn jedes Repair-Treatments bei reifer Haut stehen die Massnahmen gegen eine allzu starke Verhornung. Dies ist die Grundlage für alle weitergehenden Behandlungen, weil sonst kein noch so effektives Kosmetikum seine Wirkung entfalten kann. Allerdings ist es wichtig, den Grad der Verhornung und die allgemeine Hautsituation zu berücksichtigen. Denn: Eine Überdosierung kann schädlich sein.
Zu Beginn ist eine mechanische Peelingmethode (manuell oder mit Frimatorbürste) angebracht. Je nach Hautreaktion können in den Folgebehandlungen dann Enzympeelings, Peelings mit Fruchtsäuren, eine Kräuterschälkur oder Mikrodermabrasions-Treatments zum Einsatz kommen. Vor der Peelingbehandlung ist eine Reinigung mit einer hydrophilen Lotion zu empfehlen; sie normalisiert die Talgproduktion.
Nach dem Peeling ist immer eine beruhigende, pflegende Maske sinnvoll – je nach Hautsituation mit Vapozonbedampfung. Tipp: Bei der Ausarbeitung einer Kurmassnahme sollten Sie beachten, dass die verschiedenen Behandlungen immer in ihrer Wirkungsweise ineinandergreifen.

Folgende Massnahmen gibt es:
Zur Anregung der Durchblutung und des Hautstoffwechsels: u.a. Fluids, Cremes, Lotionen, Masken mit Extrakten (z.B. aus Ginseng, Honig, Johanniskraut, Magnolienbaumrinde, Rosen, Rosmarin, Trauben, Zitrusfrüchten), apparative Behandlungen mit Reizstrom, Ultraschall oder Infrarotbestrahlung, tonisierende Massagen
Zur Stärkung der Hautfeuchtigkeit: Präparate mit Allantoin, Hyaluronsäure, Milchsäure, Urea, den Vitaminen A, B und E, Extrakten aus Aloe vera, Beinwell, Hamamelis, Calendula, Olive, Soja und verschiedenen marinen Inhaltsstoffen
Zum Schutz des Hydrolipidmantels: Präparate mit Ceramiden, Gammalinolensäure, Liposomen, Seidenproteinen und verschiedenen Ölen (z.B. Argan-, Avocado-, Jojoba- oder Mandelöl)
Zur Anregung der Zellregeneration: Präparate mit Mineralstoffen wie z.B. Zink und Kupfer, Meeresprodukten, z.B. mit Phytohormonen aus Tang und anderen Algen, Extrakten aus Kaviar, Glycoproteinen, spagyrisch aufgearbeitetem Gold, verschiedenen Pflanzenstoffen (z.B. aus Avocado-, Karotten- oder Wildrosenöl, Sanddorn- und Traubenextrakten oder Apfelstammzellen)
Zur Verbesserung von Tonus, Turgor und Hautdichte: alle Präparate (s.o.), die den Feuchtigkeitsgehalt der Haut unterstützen, das Bindegewebe der Haut stärken, die Kollagenbildung anregen und vor dem Verlust von kollagenen Fasern schützen
Gegen Faltenbildung und als Schutz vor freien Radikalen: spezielle Anti-Aging-Treatments mit ausgesuchten Extrakten, z.B. aus Granatapfel, Hibiskus, Kirsche, Papaya, verschiedenen roten Beeren, Gelée royale, Coenzym Q10, den Schönheitsvitaminen A, C und E, Folsäure, Lycopin, verschiedenen Peptiden, Pro-Xylane etc.
Als Hilfe gegen Sonnenschäden und Pigmentflecke: alle Produkte (s.o.), die bei Feuchtigkeitsmangel nützlich sind und die Zellen regenerieren. Sinnvoll sind zudem
Milchkosmetika sowie Präparate mit Vitamin E. Bei Pigmentstörungen können sogenannte Bleaching Cremes, Fruchtsäure- oder Enzympeelings, Laserbehandlungen und IPL zum Einsatz kommen.

Regenerierende Wirkungen können Sie bei reifer Haut aber auch mit speziellen Massagen (z.B. Akupressurmassage und Lymphdrainage) oder verschiedenen Energiemassagen erzielen. Und wenn Sie auf effektive apparative Treatments setzen wollen, sind Iontopho – rese, Ultraschall, Sonophorese, Softlaser, Reizstrom, Thermolifting, Meso-/Myo-Lifting, Needling und Mesoporation erfolgversprechend.

Nicht zu viel versprechen
Bieten Sie Repair-Treatments möglichst nicht als Einzelbehandlung an (höchstens als Schnuppertermin) und machen Sie keine falschen Versprechungen – z.B. „glatte, jugendliche Haut in nur zehn Minuten“. Repair-Behandlungen bedürfen immer einer Serien- oder Kurabfolge.
Fest steht: Die Basis für den Erfolg sind eine gute Grundausbildung und fachliche Kompetenz, sinnvolle Behandlungsabläufe und eine verständliche Beratung. Und nicht zu vergessen: Motivieren Sie die Kundin, auch zu Hausegut mitzuarbeiten (Heimpflege) und sich – falls nötig – eine gesündere Lebensweise anzueignen.

Henny Ladwig | Die Kosmetikerin, Gymnastiklehrerin, Physio-, Atem-, Lymphdrainage- und Reflexzonentherapeutinbetrieb eine Praxis für Physiotherapie und eine Schönheitsfarm. Heute ist sie als Fachautorin und Referentin tätig.

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