
Auf die Nägel, fertig, los! Von extravaganten Perlen über Babyboomer-Nägel hin zu minimalistischen Lipgloss-Nails – die Liste an trendigen Nageldesigns ist lang. Doch nicht immer hat die Natur einen mit starken, kräftigen und gesunden Nägeln ausgestattet, die auch alles mitmachen. Gut, dass es die Nagelmodellage gibt. Alles, was es zu der beliebten Technik für schöne Nägel zu wissen gibt, erfahren Sie hier.
Nagelmodellage ist eine beliebte Technik, um die Naturnägel zu verlängern, zu stärken und ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Vor allem Fingernägelkauer können so stets gepflegte Hände vorweisen.
Lange Fingernägel und Ihre Geschichte
Im Griechenland des frühen 19. Jahrhunderts haben viele Frauen der Oberschicht leere Pistazienschalen auf den Fingernägeln getragen, um ihre Nägel künstlich zu verlängern. Heute ein durchaus vielversprechender Ansatz mit Blick auf Nachhaltigkeit, damals aber nicht wirklich ein Renner, und so gehörten die Pistazienprothesen schnell der Vergangenheit an. Der erste künstliche Fingernagel kam 1954 auf den Markt, erfunden von einem Chemiker namens Fred Slack, der eigentlich Zahnprothesen entwickelte und nach einer Nagelverletzung auf die Idee kam, den Fingernagel künstlich mit Acryl zu verstärken.
In den darauffolgenden Jahrzehnten entwickelte sich schnell eine beeindruckende Bandbreite an Materialien und Techniken zur künstlichen Verlängerung der Nägel, nicht zuletzt auch aufgrund der hohen Nachfrage.
Die verschiedenen Arten der Modellage
Für die Nagelstylisten stehen unterschiedliche Techniken zur Verfügung, die je nach persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen ausgewählt werden können.
Acrylnägel: Werden mithilfe eines Zweikomponentenacryls – einer Flüssigkeit (Liquid) und eines sehr feinen Acrylpulvers – aufgebaut, der an der Luft aushärtet. Diese Nägel sind besonders robust und ideal für schwache oder beschädigte Nägel.
Gelnägel: Hierbei wird ein Gel, bestehend aus einem UV-reaktiven modellierfähigen Kunststoff, aufgetragen und unter einer UV-/LED-Lampe ausgehärtet. Sie sind flexibler als Acrylnägel, was den Nägeln eine angenehme Elastizität verleiht.
Dip-Powder: Ist eine einfache Methode mit einem speziellen Puder und Versiegelung. Diese benötigt weder UV- noch LED-Licht. Mit ihr lassen sich leicht trendige Farbeffekte kreieren.
Polygel: Die Methode vereint Acryl und Kunststoff, was die Nägel leichter und robuster macht.
Gellack: Spezieller Nagellack, der unter einer UV- oder LED-Lampe fest wird. Er bietet eine längere Haltbarkeit als normaler Nagellack.
Nach der Behandlung sind regelmässige Auffülltermine und Pflege der Nägel notwendig, um das einwandfreie Ergebnis langfristig zu gewährleisten.
Fazit
Die Nagelmodellage hat sich zu einer der meistgefragten Behandlungen im Bereich der kosmetischen Anwendungen entwickelt, wobei die Fortschritte bei den Materialien für immer neue Möglichkeiten beim Design sorgen.

Lovela Rohrbach ist erfolgreiche Nageldesignerin und Lashstylistin mit eigenem Beautystudio in Chur.