Straffen und entschlacken

Der Strand kann kommen

Ihre Kundin ist noch nicht in Sommerform? Höchste Zeit, ein straffendes Entschlackungsprogramm für sie auf die Beine zu stellen. Denn: Schönheit und eine attraktive Körpersilhouette sind eng mit einem ausbalancierten Säure-Basen Haushalt verbunden. Hier erfahren Sie alles, was Sie zum Thema wissen müssen.

Zwei grosse Fehler bzw. Schäden gibt es, die man seinem Stoffwechsel und damit auch dem Erscheinungsbild seiner Haut und seiner Körperform zufügen kann: Erstens die Unterversorgung des Organismus mit Mineral- und Vitalstoffen mit der möglichen Folge eines vorzeitigen Alterns der Haut, die durch eine Erschlaffung des Gewebes sichtbar wird. Und zweitens die mangelhafte Entsorgung von Säuren und Schadstoffen mit Hilfe basischer Körperpflege und basischer Anwendungen – mit der Folge eines Rückstaus dieser Schadstoffe. Dieser Rückstau führt bei vielen Menschen zu Ablagerungen in den Fettgeweben bei gleichzeitiger Wasserretention. Diese Zurückhaltung von Wasser führt auch zu einer Vergrösserung des Körperumfangs und zu einer Deformierung der ehemals attraktiven Silhouette.

 

„Straffdick“ statt „schlaffdick“

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Entschlacken und Straffen? Viele verschlackte Menschen treten uns heutzutage nicht grundsätzlich mit einem „schlaffdicken“ Erscheinungsbild entgegen, sondern oftmals mit einem eher „straffdicken“. Das Leben „straffdick verschlackter“ Menschen verläuft jahrzehntelang mit ständiger Gewichtszunahme, in der Regel begleitet von einer eklatanten Mangelversorgung des Gewebes. Wird ein derartiger „straffdicker“ Organismus von seinen Ablagerungen befreit, wird das bislang in den Ablagerungsgeweben zurückgehaltene Wasser frei und kann den Organismus über die harnableitenden Wege oder auch über die Schweissdrüsen verlassen. Jetzt besteht jedoch die Gefahr, dass sich durch diesen Volumenverlust das bislang straffe Erscheinungsbild der Haut plötzlich in ein erschlafftes Hautbild – besonders an Gesicht, Dekolleté, Brüsten und Silhouette – verwandelt. Nach dem Abschluss einer erfolgreichen Entschlackung sind Organe, Gewebe und Zellen gereinigt und wieder in der Lage, Sauerstoff und Nährstoffe aufzunehmen.

 

Stoffwechselphänomen

Es ist auffällig, dass verschlackte Menschen auf Genussmittel, Süchte und auf schädliche Ess- und Verhaltensweisen mit Ablagerungen reagieren, während andere das nicht tun. Dieses Phänomen belegen mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Studien. Der Unterschied in der Verstoffwechselung von Säuren und Schadstoffen liegt daran, dass die menschliche Spezies drei Stoffwechseltypen aufweist, den Ausscheider, den Ablagerer und den Strukturverzehrer. Nur der Ablagerungstyp bildet aus den in seinen Organismus gelangten Schadstoffen unlösliche Verbindungen. Diese nennt der Chemiker Salze und der Volksmund „Schlacken“. Logischerweise ist der Typ Strukturverzehrer derjenige, der am meisten und am schnellsten unter dem Phänomen der Erschlaffung und sonstigen Alterungsphänomenen des Organismus leidet. Der Organismus versucht, möglichst viele Säuren und Schadstoffe durch den Darm, durch die Nieren und auch durch die Schweiss- und Talgdrüsen auszuscheiden.

Das gelingt in aller Regel aber wegen der mineralischen Unterversorgung der beiden Nieren nur unzureichend. Diese hat ihre Ursache in einem Übermass an Genussmitteln und ungesundem Essen bei einem gleichzeitigen Mangel an frischen Gemüsen, Kräutern, Obst usw.

 

Körper hilft sich selbst

Wie hilft sich der menschliche Körper aus dieser Notlage? Der Organismus ist klug und hütet sich, seinen Strukturen vermeidbaren Schaden zuzufügen. Deshalb lagert er diese Schadstoffe, gebunden an Mineralstoffe oder Eiweissstrukturen, in seinen Fettstrukturen ab. Das sind die Flomenfette, welche die Nieren und den Darm umgeben. Das ist auch das gesamte Unterhautfettgewebe, welches sich besonders in Bauch, Po, Hüften, in Oberarmen, Oberschenkeln und auch im Gesicht befindet. Bei einem zu grossen Anfall von Schadstoffen bildet der Organismus selbst Schutzfett, um damit die schädlichen Chemikalien zu umhüllen. Oftmals lassen sich Frauen dieses Schutzfett (z.B. Reiterhosen) nach thermischer Verflüssigung absaugen. Neben den abgelagerten Schadstoffen und dem sinnvoll gebildeten Schutzfett gibt es noch ein drittes Kriterium der Gewichtszunahme und Silhouettenverformung: die vom Körper sinnvoll vorgenommene Zurückhaltung von Wasser in den jetzt von abgelagerten Schadstoffen belasteten Zellen und Geweben.

 

Der Ablagerungstyp

Für Jahre und Jahrzehnte lagert dieser Stoffwechseltyp Schadstoffe in vorhan denem oder gebildetem Schutzfett ab und hält Wasser zurück, um die belasteten Areale und Gewebe zu durchfeuchten. Wegen der mineralischen Unterversorgung des Organismus aufgrund von Fehlernährung und Fehlverhalten erfolgt ein immer weiter fortschreitender Mineralstoffverzehr des eigenen Organismus. Dieser Verzehr führt über kurz oder lang dazu, dass sich das bis zum Erreichen des Gewichtsgipfels „straffdikke“ Erscheinungsbild zunehmend in ein erschlafftes Bild von Haut, Geweben und Silhouette wandelt. Insofern wandelt sich der Ablagerer nach dem Überschreiten des Gewichts- und Volumengipfels zum Strukturverzehrer.

 

6 Stufen der Verschlackung

Bei genauer Betrachtung der Stoffwechselabläufe stösst man auf sechs Stufen der Verschlackung:

1. Fehlverhalten und Fehlernährung bei gleichzeitiger mineralischer Unterversorgung, speziell der Nieren und des Gewebes

2. Schadstoffbelastung des Organismus

3. Überlastung der Stoffwechseldrüsen und -organe

4. Bildung von „Schutzfett“ in Po, Bauch, Brüsten und im Unterhautfettgewebe

5. Ablagerung von Schadstoffen im Schutzfett, oftmals begleitet von Mineralstoffverlusten zwecks Neutralisierung von Giften und Säuren

6. Ansammlung von Wasser in den Ablagerungs- und Schutzfettgeweben

 

Tipps für die Kundin

Was kann eine Kundin tun, um nicht nur von ihrem Gewichtsgipfel und aus der Verformung ihrer Silhouette herauszukommen, sondern gleichzeitig ein straffes Erscheinungsbild der Gewebe und der Haut zu bewahren oder ein solches wiederherzustellen?

1. Reduzierung der Verhaltens- und Ernährungsfehler, ggf. auch der vorhandenen und praktizierten Süchte

2. Verzehr einer abwechslungsreichen und sehr individuellen sowie mineralstoff-

und vitalstoffreichen, vorwiegend vegetarischen Mischkost

3. Tägliches Trinken von ca. 1 Liter schlackenlösendem, basenüberschüssigen Kräutertee und ca. 2 Liter stillem Wasser

4. Konsequente mineralische Stärkung der Nieren und der Gewebe mit einer vorwiegend vollwertig-vegetarischen Ernährung. Diese sollte reich an Gemüsen und Kräutern, Samen und Nüssen sein Mit diesen Massnahmen werden Schlakken gelöst und auch ausgeschieden. Das bislang zurückgehaltene Wasser verlässt über die harnableitenden Wege den Organismus. Das frei werdende Schutzfett wird sinnvollerweise mit moderater, aerober Bewegung verbrannt. Gleichzeitig wird das Gewebe und werden die Zellen und die Organe auf der Basis der verbesserten Mineral- und Vitalstoffversorgung gestärkt.

 

Funktion der Haut

Über die Haut leiten wir fettlösliche Schadstoffe durch die Talgdrüsen und wasserlösliche durch die Schweissdrüsen aus. Diese Ausscheidungen können unterstützt werden durch basische Voll- und Fussbäder oder basische Bauch- und Brustwickel. Auch können hin und wieder unter der Dusche mit einem basischen Körperpflegesalz reinigende und regenerierende Peelings durchgeführt werden. Mit diesen Massnahmen wird eine Entlastung der bislang überforderten Ausscheidungsorgane – von Darm, Leber und Nieren – erreicht. Es ist nicht nur das bislang zurückgehaltene „Verdünnungswasser“, welches während einer erfolgreichen Entschlackung den Organismus verlässt. Das Gleiche hat auch mit dem zuvor sinnvoll gebildeten Schutzfett zu geschehen. Das heisst, dass der Organismus dieses ausscheiden muss. Dabei hilft man ihm mit den Gallenfluss stärkenden Kräutern wie beispielsweise Rucola, Artischocke und Löwenzahn sowie mit sanften, regelmässigen Streichungen der Leber über die Gallenblase in Richtung Zwölffingerdarm hinunter. Diese Massnahmen regen die Galle an, im Zwölffingerdarm Fette zu emulgieren und zu verstoffwechseln. Unterstützend eignen sich moderate, aerobe Bewegung, wie sie Kieser, Pilates oder Nordic Walking bieten, oder ein moderates Muskeltraining in einem qualifizierten Fitnessstudio, um diese überschüssigen Fette zu verbrennen.

 

Entschlacken im Institut

Basische Anwendungen unterstützen die Entschlackung und Straffung. Die Treatments bringen den Stoffwechsel in Schwung, aktivieren die Haut als Ausscheidungsorgan und verschaffen dem Organismus ein natürliches Ventil, um bislang im Gewebe gespeicherte Säuren und Schadstoffe auszuscheiden. Dies können Bürsten-, Kräuterstempeloder Schröpfmassagen sein. Ziel ist es, neben der direkten Ausleitung über die Haut den Lymphfluss anzuregen, die Durchblutung zu verbessern und somit positiv Einfluss auf Ver- und Entsorgung des Gewebes zu nehmen.

Zur Straffung und Regeneration des Gewebes sollten nach einer erfolgreichen Entschlackung nährende Salz-Öl-Massagen, Kälteanwendungen und diverse basische Wickel mit straffenden Phytoextrakten durchgeführt werden, die zum gewünschten Erfolg der Kur beitragen. Auch in der Gesichtspflege wird nach derselben Vorgehensweise eine ganzheitliche, wirkungsvolle Anti-Aging-Behandlung vorgenommen.

Dr. h.c. Peter Jentschura – Der Autor erforscht seit mehr als 30 Jahren den menschlichen Stoffwechsel rund um den Säure-Basen- Haushalt mit den Schwerpunkten Verschlackung und Entschlakkung. Seine beiden Werke „Gesundheit durch Entschlackung“ und „Zivilisatoselos leben“ sind internationale Bestseller der Gesundheitsliteratur.