Die Welt der Massagen

Exotisch, fernöstlich, ganzheitlich

Asiatische Wellness-Methoden, Massagen mit Kräuterstempeln und heissen Steinen sind bei uns mittlerweile „en vogue“. Um das passende Angebot fürs eigene Institut zu finden, ist es sinnvoll, vorab auf eine informative „Wellness-Reise“ zu gehen

Der menschliche Körper braucht Berührung, um gesund zu bleiben. Vielleicht erklärt sich so der Erfolg der Wellness-Welle, in der zunehmend Konzepte ganzheitlicher Philosophien aus anderen Kulturkreisen zum Einsatz kommen. So wurden beispielsweise uralte Anwendungen aus China, Japan und Indien wiederentdeckt. Dazu kamen manuelle Heilmethoden der Kahuna-Priester von Hawaii, der Schamanen aus Südafrika und der nordamerikanischen Indianer, ausserdem die ursprünglichen Heilbehandlungen der Aboriginals aus Australien u.v.m.

 

Körper und Seele berühren

Die Grundidee dieser Behandlungsformen ist, seelisch-körperliche Blockaden zu lösen, damit die Lebensenergie wieder frei fliessen kann. Wichtig, um die ganzheitliche Harmonie wiederherzustellen, sind dabei vor allem die Meridiane und Akupunkturpunkte des Körpers; sie werden mit unterschiedlichen Techniken stimuliert. Die Lebensenergie wird im chinesischen Bereich „Chi“ genannt, in Japan „Ki“ und in Indien „Prana“. Alle „exotischen“ Behandlungen lassen sich mit besonderer Musik, Farblicht, Aromaölen und mit meditativen Übungen verbinden und dadurch in ihrer Wirkung verstärken.

Die meisten Menschen erleben sanfte Berührung als wunderbar entspannend. Die Haut als menschliche Körperhülle hat eine enorm hohe Sensibilität durch die unzähligen Rezeptoren. Jede Berührung wird nicht nur lokal wahrgenommen, sondern hat noch eine fortleitende Wirkung auf das vegetative Nervensystem und auf einzelne Organe (je nach Hautsegment). Ist es da verwunderlich, dass Massagen jeder Art das Wohlbefinden stärken, eine positive Wirkung auf die Gesundheit eines Menschen haben und ihn tief in der Seele berühren?

 

Wohltuendes aus aller Welt

Beginnen wir nun mit der Reise auf den Spuren für uns exotisch anmutender Behandlungen und entdecken wir ganz unterschiedliche Beauty-Rituale:

Die Hot-Stone-Massage, auch La-Stone- oder Prana-Stone-Massage genannt, ist eine Behandlung mit erwärmten Steinen, verbunden mit speziellen Massagegriffen. Hier streiten sich die Geister, ob der Ursprung bei indischen Heilern, hawaiianischen Priestern oder bei den Schamanen der Indianer Nordamerikas zu finden ist.

Tuina, auch Tuina-Anmo (tui = schieben, na = greifen, an = drücken, mo = streichen), ist eine Massageform aus der traditionellen chinesischen Medizin. Sie regt den Energiekreislauf an und öffnet blockierte Meridiane.

Aus dem südostasiatischen Raum breichern die westliche Massagewelt aus Indonesien zum Beispiel:

Bali Boreh, eine traditionelle balinesische Körperkombination mit exotischen Präparaten, die hyperämisierend, erwärmend und entgiftend wirkt

Java Lulur, ein luxuriöses indonesisches Behandlungskonzept, das entspannend wirkt.

Aus Indien kennen wir vor allem die ayurvedischen Massagen, sie werden als Teil oder Ganzkörpermassagen angeboten:

  • Abhyanga, eine Ganzkörper-Ölmassage, ist auch als Synchronmassage durchführbar.
  • Garshan, die Seidenhandschuh-Massage, hat eine tiefe, den Stoffwechsel anregende Wirkung.
  • Samvahana ist eine sanfte Streichelmassage mit wohlriechenden warmen Ölen speziell für Frauen.

Als ayurvedische Teilmassagen werden angeboten: Mukabhyanga, eine spezielle Gesichts- und Kopfmassage, Shiroabhyanga, die traditionelle Kopfmassage, wird meist mit Shirodhara, dem Stirnölguss verbunden, Upanahasveda, eine spezielle Rückenmassage, Nabhi, eine tiefgreifende Bauchmassage, und die Padabhyanga, eine beruhigende Fussmassage.

 

Aloha aus Hawaii

Aus Hawaii sind bei uns inzwischen folgende Massagen bekannt:

Die Lomi-Lomi-Massage, auch Lomi Lomi Nui, Hawaiian Lomi Lomi oder Hawaiian Huna Massage genannt (lomi = drücken, kneten, reiben; nui = wichtig, gross, einzigartig) ist eine uralte Tempelmassage, die ursprünglich nur von Kahuna-Priestern ausgeführt wurde, um die sieben Ebenen (= energetische Grundprinzipien) zu harmonisieren.

Bei der Elementemassage Kahi Loa wird mit leichtem Drücken oder Streicheln direkt auf der Haut oder auch im Aura-Bereich gearbeitet; der/die Behandelte kann sogar bekleidet bleiben. Es kann im Liegen, Sitzen oder Stehen behandelt werden; die Massage löst Blockaden und führt zu tiefer Entspannung.

Die hawaiianische Energiebalance mit Muscheln harmonisiert die Energien im Körper.

Relativ neu auf dem westlichen Wellness-Markt sind die Behandlungen aus dem uralten Wissen der australischen Aborigines, wie z.B. die rhythmische Ganzkörpermassage „Li’Tya“ (Infos unter www.litya.com) mit exotischen Aromaölen und australischen Mineralien; massiert wird mit Bambusstäbchen, Perlen und Holzkugeln.

Autorin: Henny Ladwig