Top in Form

Mit apparativen Methoden zur Wunschfigur
Jeder will ihn haben: den perfekten Körper. Wirksame Unterstützung im Kampf gegen die unliebsamen Fettpölsterchen an Bauch, Beinen und Po bieten apparative Behandlungsmethoden
Sie vibrieren, behandeln mit Unter- und Überdruck, ja sogar Elektroimpulse, Stosswellen und Wärme kommen zum Einsatz. So unterschiedlich die Methoden zum Bodyforming auch sein mögen, ihre Ziele sind die gleichen: den Stoffwechsel aktivieren, die Körperkonturen straffen und das eine oder andere problematische Fettpolster gezielt beseitigen. Fettabbau auf Hightech-Niveau mit Wellness-Charakter – ohne chirurgische Eingriffe.
Diäten allein reichen nicht
Wer bisher dachte, allein durch Diäten lästige Fettpolster loswerden zu können, der hat leider nicht an die genetische Veranlagung gedacht. Silke Drosihn, Diplom-Sportwissenschaftlerin und Kosmetikerin erklärt: „Menschen, die eher im Schulter- und Brustbereich schlank sind und Fetteinlagerungen am Gesäss und in den Oberschenkeln besitzen, neigen dazu, durch Sport und Diäten vor allem dort abzunehmen, wo sie es nicht wollen: nämlich im Schulter- und Brustbereich.“ Gut zu wissen, dass es apparative Behandlungsmöglichkeiten gibt, mit denen man sich selektiv diese Fettpölsterchen an Gesäss und Oberschenkeln vornehmen kann.
Schlank durch Vibration
Mit Hilfe spezieller Vibrationsplattformen soll der Körper gestrafft, die Muskulatur trainiert und so manchem Fettpolster der Garaus gemacht werden. Bis zu 100 Trainingsvariationen seien in der Regel dafür notwendig. Einsteiger müssen rund drei Mal pro Woche je zehn Minuten trainieren. Mit ersten Erfolgen ist laut Silke Drosihn nach fünf bis sechs Übungseinheiten zu rechnen.
Überflüssige Pfunde einfach wegschütteln und den Körper so in Form bringen, geht das überhaupt? „Über die Vibration werden nicht nur die Durchblutung, sondern auch verschiedene Stoffwechselprozesse angeregt“, erklärt Silke Drosihn. Und dennoch: „Die Wirkung ist oberflächlich. Die Vibration alleine geht nicht tief genug in das Bindegewebe hinein, um genau die Fettpolster abzubauen, die uns stören“, fügt die Diplom-Sportwissenschaftlerin hinzu und meint: „Eine Ganzkörpervibration dient in erster Linie dem Muskelaufbau. Der Fettabbau findet mehr oder minder nebenher statt.“
Stimulieren mit Strom
Eine Methode, die das Gewebe sprichwörtlich unter Strom setzt, ist die Elektrostimulation. Dabei werden elektrische Impulse mittels Elektroden auf den Körper übertragen. Diese können dabei direkt auf der Haut platziert werden (Klebe- oder Plattenelektroden) oder mit einer Weste bzw. Korsage verkabelt sein. Je nachdem wie die Elektroden angelegt werden, kann man einzelne Muskeln oder ganze Muskelgruppen stimulieren.
Auch die Stromart spielt bei der Wirkung eine Rolle. Eingesetzt werden:
- Gleichstrom (0 Hz),
- niederfrequente Ströme (NF) von 0–1.000 Hz sowie
- mittelfrequente (MF) von 1.000–300.000 Hz) und
- hochfrequente Ströme (HF) von über 300.000 Hz.
Prinzipiell wirkt elektrischer Strom – je nach Stromform und Frequenz – auf Muskel-, Nerven- und nichterregbare Zellen, wie z.B. Hautzellen. Um die Wirksamkeit des passiven Trainings mittels Reizstrombehandlungen zu steigern, kann dieses beispielsweise mit einem aktiven Training oder anderen physikalischen Prinzipien wie Wärme, Druck oder auch speziellen Wirkstoffen kombiniert werden.
Mit Vakuum ans Ziel
Wem das Ganze dann aber doch zu „geladen“ ist, der sollte auf eine andere Variante des Bodyformings zurückgreifen: die Vakuumbehandlung. Auch diese gibt es heute in den unterschiedlichsten Ausführungen.
Der Klassiker in diesem Bereich ist die Saugpumpenmassage: Hierbei wird mittels Glasglocken ein Unterdruck erzeugt. Das Vakuum kann man kontinuierlich oder pulsierend aufbringen. Die Wirkung dieser Methode basiert auf dem periodischen Wechsel von Unterdruck und atmosphärischem Druck. Die rhythmischen Unterdruckwellen bewirken, dass sich lokal die hydrostatischen und osmotischen Druckverhältnisse in den Blut- und Lymphgefässen verschieben.
Eine weitere Möglichkeit, um den Problemzonen zu Leibe zu rücken, stellt die Kombination einer gezielten Über- und Unterdruckbehandlung mit einem massvollen Training dar. Ziel ist es, den Stoffwechselumsatz lokal zu steigern und das Fett genau an den richtigen Stellen zu verbrennen. Dies wird auch bei einer weiteren Kombination zweier Prinzipien, der Rollenmassage und Unterdruck, angestrebt. Dabei gleitet man mit einem Handstück, in das spezielle unabhängig voneinander angetriebene Rollen eingearbeitet wurden, über die Problemzone. Fettpolster gehen angeblich nach durchschnittlich sechs bis neun Behandlungen zurück. „Im Prinzip geht es darum, den Körperumfang zu reduzieren und die Konturen zu straffen. Wie gross die Reduktion im Einzelfall jedoch ist, hängt dennoch sehr von der behandelten Person und ihrer Lebensweise ab“, erklärt Silke Drosihn.
Bewegung & Ernährung
Denn: Ohne sportliche Betätigung und eine gesunde Ernährung führt keine der genannten Methoden langfristig zum gewünschten Erfolg. Das weiss auch die Diplom-Sportwissenschaftlerin und Kosmetikerin: „Bewegung und eine gesunde Ernährung helfen, das Behandlungsergebnis zu erhalten. Laufen, schwimmen, Rad fahren, viel trinken und eine ausgewogene Ernährung, die auf überflüssiges Fett verzichtet, helfen, neuen Fettpolstern vorzubeugen.“
Autoren: Dipl. Biol. Annette Leinberger, Dipl. Sportwissenschaftlerin Silke Drosihn
