Exotische Treatments

African Beauty

Nutzen Sie die Geheimnisse aus der Schönheitsschatztruhe des afrikanischen Kontinents und entwickeln Sie Ihr individuelles African-Beauty-Programm. Für Ihre Kunden ein ganz heisser Wellness-Tipp, nicht nur an kalten Wintertagen!

Afrika ist ein riesiger Kontinent mit einer Vielfalt an Kulturen, Sitten und Gebräuchen, Flora, Fauna u.v.m. Es ist nicht ganz leicht, aus dieser Angebotsvielfalt eine Auswahl für Ambiente, Hintergrundmusik, kosmetische Produkte und Treatments zu treffen, die dem Namen „African Wellness“ gerecht werden. Eine gute Quelle für passende Accessoires kann ein Afrika-Shop (z.B. im Internet) sein. Dort finden sich wundervolle Stoffe, Schnitzereien und Kunstgewerbe zur Dekoration ebenso wie CDs mit afrikanischen Klängen.

Für eine stimmige Begrüssung können Sie zwei afrikanische Redewendungen verwenden, die man bereits auf den Flughäfen überall zu hören bekommt: „Jambo“ – das bedeutet auf Kisuaheli „Guten Tag“, „Hallo“, „Wie geht’s?“ – und das aus dem Film „König der Löwen“ bekannte „Hakuna Matata“, das in etwa „Kein Problem!“ bedeutet.

Pflege-Luxus aus der Natur

Exotische Wirkstoffe in der Kosmetik liegen seit einiger Zeit voll im Trend. Deshalb ist uns manches aus dem Reichtum der afrikanischen Pflanzenwelt durchaus bekannt. Aloe-vera-Produkte beispielsweise sind auf dem europäischen Kosmetikmarkt längst kein Novum mehr. Auch

  • Sheabutter (gesprochen: Schibutter, INCI: Butyrospermum parkii) als Basis vieler Cremes und Lotionen ist bekannt. Sie wird gewonnen aus den Fruchtkernen des Karitébaumes, der in den Savannen der Sub-Sahelzone zwischen Uganda und Senegal wächst. Die Kariténüsse enthalten ca. 50 Prozent Fett, aus dem die wertvolle Sheabutter gewonnen wird. Sheabutter ist reich an wertvollen Fettsäuren wie der essenzielle Linolensäure und enthält Vitamin E, Beta-Karotin sowie Allantoin.

Weitere kosmetische Basisfette, die die afrikanische Flora hervorbringt, sind zum Beispiel:

  • Arganöl – Dieses sehr wertvolle Öl aus Marokko ist reich an Vitamin E und ungesättigten Fettsäuren (80 %).
  • Kakaobutter – Das feste Fett schmilzt bei Körpertemperatur; es macht strapazierte, trockene Haut weich und zart und beruhigt sie. Kakaobutter wird in vielen Körperpflegepräparaten verarbeitet.
  • Marulaöl – Trotz seiner hervorragenden Eigenschaften ist Marulaöl bisher eher unbekannt. Es wird aus den Kernen der Marulafrucht gewonnen. Marulaöl wird traditionell als Hautpflegemittel und für Massagen genutzt. Es ist relativ teuer, da die Kerne in Handarbeit aus den Früchten entnommen werden müssen und die Ölausbeute sehr gering ist. Durch seinen hohen Gehalt an Palmitin- und Stearinsäure stärkt Marulaöl den hauteigenen Lipidfilm. Das geruchlose Öl eignet sich sehr gut zum Mischen mit ätherischen Ölen.
  • Schwarzkümmelöl – Der echte Schwarzkümmel (Nigella sativa) ist vorwiegend in Nordafrika heimisch. Das Öl wird aus den tiefschwarzen, nach Anis duftenden Samen der mohnähnlichen Blütenkapseln gewonnen. Die Samen selbst werden als aromatisches Gewürz verwendet. Schwarzkümmel wird mittlerweile immer häufiger in der Naturheilkunde bei Allergien und Hautstörungen angewendet. Schwarzkümmelöl enthält viele essenzielle Fettsäuren. Es revitalisiert strapazierte Haut und soll sogar gegen Allergien helfen. Schwarzkümmelöl gilt als Geheimtipp zur Behandlung von Psoriasis und Neurodermitis.

Den Körper verwöhnen

  • Beim Klang des Wortes „Afrika“ denken viele spontan an Hitze, Wüste, Sand und Trockenheit. Doch zu einem African-Beauty-Day gehört unbedingt auch Wasser. „Bahari“ heisst auf Kisuaheli Ozean oder auch Wasser in der (Schönheits-)Oase.
  • Deshalb gehört zu diesem besonderen Wellness-Paket auch ein Vollbad, z.B. mit Aloe-vera-Extrakt, oder ein Kleopatrabad mit Milch, Honig und Olivenöl.
  • Dem kann zum Beispiel ein Kokos- oder Kakaopeeling vorausgehen bzw. ein Peeling mit einem Gemisch aus Palmkernöl mit braunem Zucker und etwas Aloe-vera-Gel.
  • Eine Waschung mit Orangenblütenwasser oder die Tropendusche nach der Rhassoul-, Tonerde- oder nach der heissen Sandpackung sind weitere Möglichkeiten.
  • Das Solarium lässt sich besonders im Winter – wohldosiert – gut in ein solches Programm integrieren.
  • Vervollständigt wird das Behandlungspaket durch eine afrikanische Massage. Hierzu bietet sich z.B. eine Massage mit heissen und kalten Edelsteinen oder eine rhythmische Vibrationsmassage zu Trommelmusik bzw. ruhigen afrikanischen Klängen an (z.B. zu Musik von Miriam Makeba). Sie können hierfür die Vibrationstechnik aus der klassischen Massage benutzen und sie im Rhythmus afrikanischer Musik anwenden.

Autorin: Henny Ladwig