Haarentfernung

Schluss mit lästig!

 

Hollywood-Beauty Gwyneth Paltrow verkündete unlängst, dass sie in Sachen Intimbehaarung „auf die 70er Jahre“ stehe. Damit dürfte sie momentan allerdings ziemlich allein auf weiter Flur stehen. Denn das Entfernen der Körperhaare ist so populär wie nie zuvor.

 

Sowohl von der weiblichen als auch von der männlichen Kundschaft ist die Körperenthaarung eine immer stärker gefragte Dienstleistung. Deshalb lohnt es sich, die unterschiedlichsten Methoden eingehend zu betrachten und das eigene Behandlungsportfolio gegebenenfalls zu erweitern. Zur Entfernung lästiger und störender Körperbehaarung gibt es zwei generelle Möglichkeiten: Temporär oder dauerhaft, das ist die Frage!

 

Depilation

Bei der temporären Haarentfernung (Depilation) wird nur der an der Hautoberfläche sichtbare Teil des Haares entfernt. Bekannteste Depilationsverfahren sind das klassische Waxing mit Kalt- oder Warmwachs oder das seit einigen Jahren sehr populäre Sugaring mit Zuckerpaste.

 

Waxing

Diese Methode wird im Kosmetikinstitut in der Regel professionell mit Warmwachs durchgeführt. Zu Beginn sollten Sie die Haut mit Desinfektionstüchern reinigen und anschliessend das geschmolzene Wachs mithilfe eines Spatels oder eines Roll-ons in Haarwuchsrichtung auftragen. Darüber werden Vliesstreifen gelegt, fixiert und gegen die Haarwuchsrichtung mit einem kräftigen Ruck abgezogen. Das Haar sollte mindestens 0,5 cm lang sein, denn kürzere Haare werden häufig nicht erfasst. Um Irritationen oder Reizungen zu verhindern, kann man spezielle Azulenwachse verwenden. Außerdem ist die Haut nach dem Waxing mit kühlenden Aloe-vera-Emulsionen zu pflegen. Während das Haar vom Warmwachs komplett eingeschlossen wird, ist es bei der Benutzung von Kaltwachsstreifen nur oberflächlich aufgeklebt. Unsaubere Ergebnisse, abgebrochene Härchen oder Entzündungen können die Folge sein.

 

Sugaring

Bei dieser Methode kommt die im Orient zur Haarentfernung traditionell verwendete Halawa, eine karamellisierte Zuckerpaste mit Zitronensaft, zum Einsatz. Dabei werden die Härchen mithilfe der Zuckerpaste in Wuchsrichtung abgerollt. Diese Technik bedarf einiger Übung und ist zeitaufwendiger als das klassische Waxing. Allerdings ist sie schmerzärmer und auch kurze Haare sind einfacher zu entfernen. Die Paste hilft zudem, Reizungen und Irritationen vorzubeugen. Regelmässige Haarentfernungen mithilfe einer dieser Depilationsmethoden können im Laufe der Jahre eine Verringerung des Haarwuchses zur Folge haben. Verantwortlich dafür sind in der Regel Enzyme, die die Eiweissstruktur der Keimzellen zerstören.

 

Epilation

Bei den dauerhaften Haarentfernungsmethoden (Epilation) wird nicht nur das sichtbare Haar entfernt. Mithilfe verschiedener Techniken wird die Haarwurzel zerstört, sodass das Haar nicht mehr nachwächst.

 

Nadelepilation

Die Nadelepilation wurde bereits 1875 in den USA zur Haarentfernung eingesetzt, wie Aufzeichnungen belegen. Unter Fachleuten ist die Nadelepilation als einziges Verfahren anerkannt, das Haare permanent, also für immer, entfernen kann. Mithilfe einer sehr dünnen Sonde, die in den Haarfollikel eingeführt wird, wird elektrische Energie bis zu den Haarwachstumszellen eingeleitet. Die vom hochfrequenten Wechselstrom produzierte Wärme verödet das Zielgewebe und die durch Gleichstrom entstehende Natronlauge zerstört es in einer chemischen Reaktion. Die Kombination beider Ströme wird auch als „Blend Verfahren“ bezeichnet. Im Gegensatz zur Photoepilation lässt sich die Nadelepilation unabhängig von Haar- und Hautfarbe einsetzen. In jedem Fall brauchen Anwender und Kundin Geduld, da Haar für Haar behandelt wird. Die Behandlung kann zudem schmerzhaft sein und wird deshalb nur von speziell ausgebildeten Fachkosmetikerinnen angewandt.

 

Lasertechnologie

Bei der Laser-Technologie wird eine synchronisierte elektromagnetische Strahlung gleicher Wellenlänge (Laser) eingesetzt. Je nach benutzter Wellenlänge werden die Laserwellen in unterschiedlichen Gewebsschichten absorbiert. Zur Enthaarung werden meist folgende Lasertypen eingesetzt:

·         Rubinlaser (Wellenlänge 694 nm).

·         Alexandritlaser(755 nm).

·         Halbleiter-(Dioden)-Laser (800, 810 nm).

·         Nd:YAG-Laser (1064 nm).

Die Laserenergie wird von den Haarwurzeln aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Dies führt zu einer Verödung der Haarwurzel. Da die Laserenergie mithilfe des Haarpigments Melanin zur Wurzel transportiert wird, funktioniert dieses Verfahren nur bei dunklen Haaren und heller Haut.

 

IPL-Technologie

Bei der schmerzarmen Intense-Pulsed-Light-Technologie werden zur Enthaarung intensiv pulsierende Lichtquellen benutzt. Mithilfe einer Blitzlampe wird hochenergetische, gepulste Lichtenergie in das Haar geleitet. Die Zielstruktur ist das Melanin. Da dieses besonders gut Licht im roten bis infraroten Bereich aufnimmt, wird meist Licht im Bereich dieser Wellenlängen eingesetzt. Mit dieser Methode lassen sich in kurzer Zeit alle Bereiche des Gesichts und des Körpers enthaaren. Der Ton der Haut sowie die Farbe der Haare spielen bei einer Behandlung mithilfe der IPL-Technologie eine entscheidende Rolle. Je heller die Haut und je dunkler die Haare, desto besser findet die Energie ihren Weg. Die Behandlung von hellen Haaren (blond, grau, rot) ist dagegen uneffektiv, da hier der Melaningehalt in den Haarwurzeln sehr gering ist. Ferner besteht bei der Behandlung von dunkler Haut die Gefahr von Nebenwirkungen wie beispielsweise von Verbrennungen und Pigmentverschiebungen, da die Epidermis aufgrund ihres Melaningehaltes ebenso wie das Haar Licht aufnehmen kann und somit ebenfalls erhitzt wird. Dadurch, dass ein breiterer Teil des Lichtspektrums absorbiert wird, lässt sich das Absorptionsmaximum des pigmentierten Haarfollikels im Vergleich zur Lasertechnologie bessernutzen. Zudem setzt man mittlerweile bei vielen Geräten Filter ein, um bestimmte Wellenlängenbereiche herauszufiltern und damit das Risiko möglicher Nebenwirkungen zu reduzieren.

 

Bei allen Methoden der dauerhaften Haarentfernung können ausschließlich Haare zerstört werden, die sich in der Wachstumsphase befinden – pro Sitzung kann daher nur ein Teil der vorhandenen Haare vernichtet werden. Um den Haarwuchs dauerhaft zu stoppen, sind deshalb sechs bis zehn Sitzungen im Zeitraum von einem bis eineinhalb Jahren sowie anschliessende jährliche Nachbehandlungen nötig. Außerdem werden in der Regel nicht 100 Prozent, sondern nur circa 80 bis 90 Prozent der vorhandenen Haare dauerhaft entfernt.

 

 

Manuela Schnurrer |  Die ehemalige PTA und med. geprüfte Fachkosmetikerin ist neben ihrer Arbeit im eigenen Kosmetikinstitut als Referentin und Trainerin tätig. 2009 gründete die zertifizierte Anti-Aging- und Präventionstrainerin das Weiterbildungsunternehmen LifeWalk.

 

 

Frischekonzept für wintermüde Haut

Frühlingserwachen

 

 

Es wird wieder Frühling! In die Freude über steigende Temperaturen und Sonnenschein mischt sich Erschrecken: Die eigene Haut sah auch schon einmal frischer aus! Wir zeigen Ihnen, wie Sie wintermüde Haut wieder aktivieren.

 

Hals und Dekolleté, Hände und Füße waren in der kalten Jahreszeit unter dicken Kleiderschichten verborgen. Jetzt wirkt die Haut hier eher müde und schlecht durchblutet. Trockene Heizungsluft, kaum Frischluft und wenig Bewegung haben ihren Tribut gefordert. Die wintermüde Haut soll jetzt wieder aktiviert und stimuliert werden.

 

Frische für die Gesichtshaut

Welche Behandlungen sind im Frühjahr besonders sinnvoll? – Alle Massnahmen, die belebend sowie feuchtigkeitsspendend wirken und die Haut glätten. Der passende Einstieg in eine Frühlingsgesichtsbehandlung ist nach der Hautreinigung ein sanftes, leicht aktivierendes Peeling. Denn schliesslich sollte die Haut zuerst von abgestorbenen Hautzellen befreit werden, damit sie die hochwertigen Pflegeprodukte überhaupt richtig aufnehmen kann. Viele Peelings enthalten Kunststoff- oder Wachskügelchen, die sanft über die Haut rollen und so auf schonende Weise die Hautoberfläche glätten. Für den sofortigen Gebrauch können Sie Ihr Behandlungsrepertoire auch ein wenig variieren, indem Sie beispielsweise ein Peeling aus natürlichen Komponenten zusammenstellen, wie etwa: geriebener Apfel mit Rohrzucker, Sonnenblumenöl mit Griess und Honig oder gemahlene Heilkräuter mit Sonnenblumenöl und grober Heilkreide. Um die Hautfunktionen anzuregen, eignen sich besonders Heiss- und Kaltanwendungen, beispielsweise Wechselkompressen. Für ein Gefässtraining bereiten Sie jeweils eine Schüssel mit warmem und kaltem Wasser vor. Legen Sie nun im Wechsel – für circa 20 Sekunden – eine Kompresse auf die Haut. Die erste und die letzte Kompresse sollten kalt sein. Fünf warme und siebe kalte Anwendungen sind ideal. Danach wird die Haut mit einem Gesichtswasser – möglichst ohne Alkohol – oder einem Blütenwasser tonisiert. Dies stellt den Säureschutzmantel der Haut wieder her und sorgt für einen kleinen Zwischenpflegeschritt. Jetzt ist es Zeit für ein befeuchtendes Serum oder eine passende Ampulle (z.B. mit Aloe vera, pflanzlicher Hyaluronsäure, marinem Kollagen oder Johannisbeerblätterextrakt – Letzterer tut auch empfindlicher Haut mit Couperose sehr gut). Eine belebende Feuchtigkeits- oder Vitaminmaske führt nun zu wohltuender Entspannung und einem prallen Hautgefühl.

Auch hier können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen und auch einmal individuelle Packungen zusammenstellen, zum Beispiel aus grüner Tonerde, kalt gepresstem Sonnenblumenöl und ein wenig Orangenblütenwasser. Für den Hals und das Dekolleté ist eine intensiv „nährende“ und glättende Crememaske geeignet. In der Einwirkzeit der Gesichtsmaske kann allerdings auch eine entspannende Nacken-/Schultermassage mit einem wohlduftenden und Leichtigkeit schenkenden Körperpflegeöl erfolgen. Nach der vorgeschriebenen Maskenwirkzeit werden eventuelle Reste sanft mit feuchten Kompressen entfernt. Statt der üblichen Streichelmassage empfehle ich eine aktivierende Gesichtsmassage mit einer typgerechten Pflegecreme (z.B. mit Klopfgriffen). Danach Überschüsse möglichst nur trocken von der Haut nehmen und die Kundin mit etwas Blütenwasser erfrischen. Eine Abschlusspflege ist in diesem Fall meistens nicht mehr notwendig.

 

Das Marketing nicht vergessen

Eine schöne einprägsame Bezeichnung der Behandlung erleichtert das notwendige Marketing. Einige Beispiele: „Frühlingserwachen“, „Frische Energie für Ihre Haut“ oder „Wecken Sie Ihre Haut aus dem Winterschlaf“. Der gewählte Name sollte sich wie ein roter Faden durch alle hiermit kombinierten Marketingmassnahmen ziehen. Zunächst ist es notwendig, einen liebevoll gestalteten Einlegermit ansprechendem Bild zu gestalten und ihn der Preisliste bzw. dem Flyer beizufügen. Legen Sie ihn ausserdem auf dem Tresen

bzw. an der Kasse gut sichtbar aus.

Ein vergrößertes Exemplar an der Wand im Verkaufsbereich und/oder Schaufenster weckt zusätzliches Interesse. Die weitere Dekoration im Schaufenster ist natürlich auf diese Frühlingsbehandlung abzustimmen. Ein passendes Mailing oder eine Rundmail kann zusätzlich Kunden aktivieren, die aus den verschiedensten Gründen schon länger nicht mehr bei Ihnen waren. Versäumen Sie nicht, auf der Internetseite unter „Aktuelles“ auf die neue Behandlung hinzuweisen. Je nach Höhe des Werbebudgets können Sie auch kleine Anzeigen (z.B. im Gemeindeblatt) schalten.

 

Wenn Sie mit einem Partner zusammenarbeiten, legen sie auch bei ihm entsprechendes Material aus. Noch besser ist es jedoch, ihn selbst zu einer Frühlingsbehandlung einzuladen. So kann er z.B. seinen Kunden aus eigener Erfahrung davon berichten und fungiert als Multiplikator.

 

 

Marina Westermann | Die Kosmetikerin und Bankfachwirtin war u.a. als Schulungs- und

Vertriebsleiterin tätig. Sie arbeitet als Autorin, Beautyexpertin für das Fernsehen, als Trainerin und berät Kosmetikerinnen in allen Marketingfragen.

 

 

 

Entstehung und Ursachen unreiner Haut bei Jugendlichen

 

Ausser Balance

 

 

Jugendliche legen grossen Wert auf ihr Äusseres. Und das ausgerechnet in einer Zeit, wo die Haut plötzlich Schwierigkeiten macht! Die gute Nachricht: Der Hautzustand kann durch die fachkundige Hilfe der Kosmetikerin und die konsequente Mitarbeit der Betroffenen signifikant verbessert werden.

 

Fettig, glänzend, unrein! Allein diese Worte zur Beschreibung des Hautzustandes erzeugen

einen hohen Leidensdruck bei den Betroffenen. Eine Therapie bei Akne gehört – je nach Schweregrad – in die Hände eines Dermatologen. Akne und unreine Haut sind Erkrankungen der Talgdrüsenfollikel. Lokalisiert sind die Begleiterscheinungen vor allem in talgdrüsenfollikelreichen Hautregionen wie Gesicht, Dekolleté und Rücken. Die ursächlichen Faktoren für die Entstehung der ungeliebten Effloreszenzen sind vielfältig. Dazu zählen die genetische Disposition, eine vermehrte Talgproduktion, durch das Hormon Testosteron aktiviert, Verhornungsstörungen, das Bakterium Propionibacterium acnes sowie persönliche Faktoren (Alter, Geschlecht, Beruf, Stresssituationen, Lebensgewohnheiten, Monatszyklus und Medikamente). Im Teenageralter kann ein veränderter Hormonhaushalt zu Hautproblemenbis hin zu Akne führen.

 

Entstehung unreiner Haut

Während der Pubertät kommt es sowohl beim Mann als auch bei der Frau zu einer vermehrten Ausschüttung des Testosterons (männliches Geschlechtshormon).

Dieses Hormon hat die Eigenschaft, die Talgdrüsen zu vermehrter Talgproduktion anzuregen. Die Talgdrüsen werden gegenüber dem Testosteron, welches durch das hauteigene Enzym 5-alpha-Reduktasein das um das 10fach potentere Dihydrotestosteron umgewandelt wird, empfindlicher. Diese vergrössern sich und die Talgproduktion steigt an. Der gleichzeitig angeregte Verhornungsprozess führt dazu, dass die regelmässige Abschilferung der Hornzellen des Talgdrüsenfollikels aus der Balance gerät und die Hornzellen den Ausführungsgang verstopfen. Die Talgdrüse gibt aber weiter Sebum ab, welches am Ausführungsgang nicht mehr austreten kann. Es kommt zur Mitesserbildung. Solche Mitesser können als weisse (geschlossene) oder schwarze (offene) Komedonen in Erscheinung treten. Zusätzlich befinden sich im Talgdrüsenausführungsgang Propionibakterien (Propionibacterium acnes). Sie produzieren Enzyme (Lipasen), die freie Fettsäuren von den Neutralfetten des Talgs abspalten, welche die Komedowand auflösen. Im Anschluss entstehen Papeln, Pusteln und bei starken Entzündungen Knoten.

 

Neues aus der Wissenschaft

Der Einfluss der Psyche auf die Verschlimmerung der Akne konnte bislang nicht bewiesen werden. Aktuelle Untersuchungen zeigen jedoch, dass das Stresshormon CRH die Lipidgenese aktiviert und die Umwandlung von DHEA zu Testosteron in den Sebozyten beeinflusst und somit die Entwicklung von Entzündungen im Talgdrüsenfollikel fördert. Amerikanische Forscher von der University of California, San Francisco haben in einer Studie belegen können, dass die Menge körpereigener antimikrobieller Substanzen an der Hautoberfläche unter Stress rapide abnahm. Das erhöhte Stresslevel stört vermutlich den Transport körpereigener Antibiotika in die Haut. Nach Ansicht der Wissenschaftler spielen die Stresshormone daher wohl eine Schlüsselrolle bei der Hauterkrankung. Insofern haben Stress und Störungen in der Balance der Lebensführung immer auch Einfluss auf das Hautgleichgewicht.

 

Ernährung nimmt Einfluss

Der Zusammenhang von Ernährung und Akne war sehr lange Zeit umstritten. Obwohl Beobachtungen aus der Praxis etwas anderes bestätigen, wurde von den Dermatologen eine Verbindung zwischen dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel und Akne verneint. Nun ist die Bedeutung von Ernährungsfaktoren bei der Induktion der Akne aber zunehmend in den Vordergrund gerückt. Auffallend ist die hohe Anzahl der betroffenen Jugendlichen in Ländern mit westlichem Lebens- und Ernährungsstil. Interessanterweise wurde herausgefunden, dass bei den Kitava-Insulanern in Papua-Neuguinea und den Aché-Jägern in Paraguay keine Akne existiert. Trotz umfangreicher Untersuchungen weiter Bevölkerungsschichten fand sich kein einziger Aknefall. Die Inselbewohner ernähren sich hauptsächlich von Fisch und frischem Gemüse. Man nimmt an, dass der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren

eine entzündungshemmende Wirkung hat und damit auch einen therapeutischen Effekt auf die Entzündungsvorgänge der Akne.

Insulinotrope Nahrungsmittel wie Milch und Milchprodukte sowie Kohlenhydrate mit hohem glykämischem Index werden als Auslöser der Akne untersucht. Durch die amerikanische „Growing Up Today“-Studiemit 26.000 Kindern wurde z.B. herausgefunden, dass bei 4.173 Jungen und 6.094 Mädchen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren eine signifikante Korrelation zwischen täglichem Milchkonsum und dem Auftreten von Akne besteht. Diese Nahrungsmittel führen über eine erhöhte Insulinausschüttung mit verschiedenen nachfolgenden Mechanismen zu einer gesteigerten Bildung von Talg. Bei Akne könnte also ein Verzicht auf Milch und Milchprodukte, Zucker, Getreide und Getreideprodukte aus Weissmehl sowie Kartoffeln einen hohen Stellenwert einnehmen. Günstig könnte sich der Genuss ballaststoffreicher Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Rohkost und Vollkornbrot auswirken. Zusätzlich zu besonderen Ernährungsgewohnheiten gibt es eine ganze Reihe dermatologischer und kosmetischer Behandlungsansätze.

 

 

Britta Heilmann | Die Autorin ist Dipl. Ing. für Kosmetiktechnologie und Kosmetikerin. Ihre Verantwortlichkeiten bei der Dr. med. Christine Schrammek Kosmetik GmbH liegen im Bereich Produktentwicklung, Dokumentation und Qualitätssicherung.

 

 

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