Anti-Pollution

Umweltschutz für die Haut
Was haben Anti-Cellulite und Anti-Aging gemeinsam? Genau: Männer hören bei diesen Themen erst einmal weg. Aber eine von Schadstoffen belastete Haut möchten auch sie nicht haben. „Anti-Pollution“ heisst daher das neue Zauberwort, das auch Männer für Kosmetik begeistern soll
Auch wenn Marktstatistiken eindrucksvolle Zuwächse im Bereich Männerpflege dokumentieren und ganzseitige Anzeigen für Herrenpflegeprodukte sogar die Wirtschaftspresse durchziehen: Bis ins Kosmetikinstitut haben es bisher nur wenige Männer regelmässig geschafft. Schade eigentlich, denn Kosmetikerinnen, die einen beachtlichen Anteil an Männern zu ihren Kunden zählen, wissen, dass diese in der Regel ein dankbares Klientel sind. Kürzere Behandlungszeiten und kaum Preisdiskussionen sind neben dem einfachen Produktverkauf die Highlights bei diesen Kunden.
Männlich markant
Auch Rohstoffhersteller und Kosmetikindustrie würden sich gerne die grosse potenzielle Kundengruppe „Mann“ noch mehr erschliessen. Aber mit welchen Slogans kann man Männer erreichen? Anti-Aging klingt vielen zu „weiblich“ und Wellness ist eher was für den Urlaub, so die weit verbreitete Meinung.
Und so suchen und besetzen die Hersteller neue Marketingthemen. Naturkosmetik ist derzeit zwar in aller Munde, allerdings kann der Verbraucher kaum richtig einschätzen, was wirklich „natürlich“ ist und was nicht. Auch die Vielzahl der verschiedenen Naturkosmetik-Labels ist mehr irritierend als hilfreich (siehe BEAUTY FORUM Edition Swiss Ausgabe 6/2010, Artikel S. 12). Ein aktueller viel versprechender Ansatz ist das neue Konzept „Anti-Pollution“ oder auch „Verschmutzung der Haut durch Umwelteinflüsse“. Doch wie passen (Umwelt-)Verschmutzung und Hautpflege zusammen?
Gegen Rauch und Dreck
Unsere Umwelt und natürlich auch die Luft sind durch allerlei Abgase und Schmutzpartikel, aber auch durch Zigarettenrauch und Schwermetalle belastet. Diese Verschmutzungen lagern sich auch auf der Haut ab. Ein innovativer Rohstoff mit Extrakten aus Efeu, Sonnenblumenkernen und Reiskleie (OsmopurTM) wurde zum Schutz der Haut vor diesen Umweltbelastungen entwickelt. Er wird beworben mit den Aussagen „Schutz der Hautzellen vor der zellschädigenden Wirkung von Zigarettenrauch, Schwefeldioxid und Schwermetallen“. Verschiedene Untersuchungen zum Nachweis dieser Aussagen wurden bereits durchgeführt:
- Die Extrakte aus Sonnenblumenkernen und Efeu sind reich an Phenolsäuren, wie beispielsweise Kaffeesäure und Chlorogensäure. Diese sind in der Lage mit den Metallionen einen Komplex zu bilden, sie dadurch zu binden und für die Haut unschädlich zu machen. Schwermetalle können durch industrielle Prozesse in die Luft gelangen und sich auf der Haut ablagern. Sie beeinträchtigen die Funktionsfähigkeit menschlicher Zellen, weswegen ein Schutz hiervor wünschenswert ist.
- Phytinsäure aus der Reiskleie unterstützt mit ihren antioxidativen und komplexbildenden Eigenschaften diese Schutzwirkung. Sie wirkt insbesondere den schädlichen Eigenschaften von Zigarettenrauch und Schwefeldioxid entgegen. Dieses Gas entsteht bei der Verbrennung fossiler Kraftstoffe und gelangt so in die Umgebungsluft. Wenn es sich auf der Haut ablagert und in den Interzellularraum gelangt löst es sich und bildet Substanzen, die oxidativ schädigend wirken.
Der neue Wirkstoff, der in kosmetische Produkte eingearbeitet wird, soll bereits beim Auftreffen der Schadstoffe auf die Haut dafür sorgen, dass deren schädigendes Potenzial neutralisiert wird.
Autor: Jürgen Singer
