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Männerhaut - Kleiner Unterschied

Foto: Lestertair/Shutterstock.com

Dass Männer oftmals nur zögerlich zur Kosmetikbehandlung kommen, könnte auch daran liegen, dass ihre Haut einfach später altert als die von Frauen. Dafür aber dann schneller und deutlicher. Worin die Unterschiede sonst noch liegen, erfahren Sie hier.

  

Frauen, die mit Mitte bzw. Ende 20 beim Blick in den Spiegel schon erste Falten sehen, suchen viel früher und viel dringlicher nach Lösungen als Männer. Denn Männerhaut ist von Natur aus ca. 0,2 mm und damit etwa 20% dicker als die Haut von Frauen. Sie enthält mehr Kollagen und ist zunächst weniger anfällig für Umwelteinflüsse und erste Fältchen. Männliche Haut ist aufgrund der hormonellen Situation weniger trocken, sondern im Gegenteil tendenziell talgiger. Die Talgproduktion wird durch die weiblichen bzw. männlichen Geschlechtshormone geregelt. Der fetthaltige Talg dient der obersten Hautschicht als Schutz und hält sie zugleich geschmeidig. Androgene fördern die Talgproduktion, wohingegen Östrogene sie eher reduzieren. Deswegen haben Männer eine eher grossporige und tendenziell fettigere Haut, die zudem einen niedrigeren pH-Wert aufweist. Während der Talggehalt bei Männern im Alter eher noch zunimmt, produziert weibliche Haut mit zunehmendem Alter weniger Talg und zeigt dadurch eine frühere Faltenbildung. Zusätzlich haben Kollagenfasern, die dem Bindegewebe zugleich Stabilität und Elastizität verleihen, bei Männern eine netz- oder scherengitterartige Struktur. Bei Frauen hingegen verlaufen die Kollagenfasern parallel, was weniger Stabilität gibt. Das weibliche Bindegewebe weist deutlich grössere Fettkammern auf, die senkrecht zur Hautoberfläche ausgerichtet sind. Diese Fettdepots schrumpfen mit zunehmendem Alter, sodass das Gewebe erschlafft. Daher neigt weibliche Haut früher zur Faltenbildung und das Bedürfnis, ein jugendliches Aussehen zu bewahren, setzt früher ein.

Männerwirkstoffe gibt‘s nicht

Aber ebenso wie bei der Frauenhaut kann man auch nicht alle männlichen Hauttypen pauschalisieren. Die jeweilige Hautsituation muss eine ausgebildete Kosmetikerin genau analysieren. Dann erst kann man Produkte zielgerichtet einsetzen – in der Kabine ebenso wie zu Hause. Viele Männer haben Reizungen nach der Rasur, die bis zum unangenehmen Rasurbrand gehen können. Darüber hinaus plagen sie oft Unreinheiten und auch trockene, schuppige Haut kommt bei Männern vor. Schliesslich ist Couperose ein Thema – auch bei Männern. Es gibt daher keine „Männerwirkstoffe“, sondern hier greifen umfassende Pflegekonzepte, die auf die verschiedenen Bedürfnisse eingehen und eine entsprechend breite Produktpalette anbieten. Grundsätzlich muss Männerpflege tief eindringen, weil die Haut dicker ist. Sie muss beruhigen, weil durch die Rasur oft Reizungen bestehen. Männer sind in der Regel ergebnisorientiert, das heisst, das Verhältnis von Aufwand und Nutzen muss stimmig sein und Ergebnisse möglichst schnell sichtbar und fühlbar. Auch die Handhabung und die Anzahl der Produkte sollten klar und überschaubar sein. Bei der Reinigung bietet sich zum Beispiel ein 2-in-1-Produkt an: Das Tonic ist bereits in die Reinigung integriert, sodass ein Wattepad überflüssig wird. Gerade aber weil es nach der Rasur wichtig ist, das Gesicht gründlich zu reinigen ohne es zu reizen, ist das Tonic zweckmässig und sinnvoll.

Es muss sich lohnen!

Was für Produkte gilt, gilt analog auch für die Behandlung im Institut. Sie sollte unkompliziert sein und das Ergebnis bringen. Diese müssen klar kommuniziert werden und am besten nachweisbar sein. Eine gute Möglichkeit, sichtbare Ergebnisse zu dokumentieren, ist es, dem Kunden vor und nach der Behandlung einen Spiegel in die Hand zu geben. So kann er sehen, was sich verändert hat. Auch gut: ein Vorher-nachher-Foto machen. Besonders wenn er über einige Zeit regelmässig kommt, ist es ein gutes Verkaufsargument, wenn Sie ihm sichtbare und damit nachvollziehbare Ergebnisse präsentieren können. Diese Bilder können Sie in der Kundendatei aufbewahren, sodass deutliche Veränderungen nach einiger Zeit des regelmässigen Besuches im Institut und der konsequenten Pflege zu Hause belegbar werden. Transparenz und Offenheit schaffen Nachhaltigkeit, und wenn es sich für ihn lohnt, kommt der Kunde gerne wieder.

Uschi Auer

Die Diplom-Betriebswirtin (FH) ist seit vielen Jahren im Kosmetikbereich bei Dr. Spiller Pure SkinCare Solutions als Referentin der Geschäftsleitung tätig.

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